Das von der Stadtverwaltung Bad Bentheim neu konzipierte politische Planspiel „Pimp your town“ für die Jahrgangsstufe 8 konnte am 05. Februar 2026 erfolgreich abgeschlossen werden. Obwohl der ursprüngliche Zeitplan eine Durchführung vom 27. bis 29. Januar im Jugendhaus „Treff 10“ vorsah, wurde das Projekt nach einer einwöchigen witterungsbedingten Unterbrechung mit großem Erfolg zu Ende geführt.
Ein zentraler Bestandteil des neuen Konzepts war die Einteilung der 25 Schülerinnen und Schüler in vier schulformübergreifende politische Fraktionen. Diese Mischung der Teams hat sich als äußerst gelungen erwiesen: Durch das bewusste Aufbrechen der Klassenverbände konnten die Jugendlichen Vorurteile abbauen und das in der Vergangenheit oft beobachtete Konkurrenzdenken zwischen den Schulen deutlich reduzieren. Unterstützt durch professionelle Teambuilding-Maßnahmen lernten die Teilnehmenden, respektvoll miteinander umzugehen, ihre Entscheidungen sachlich zu begründen und konstruktive Diskussionen zu führen.
Während der Projekttage durchliefen die Schülerinnen und Schüler einen realistischen politischen Prozess. Nach einem einführenden Besuch von Bürgermeister Dr. Pannen am Burg-Gymnasium und der fachlichen Erarbeitung von Gemeindepolitik im Unterricht starteten die Jugendlichen gut vorbereitet in die Gruppenarbeit. In den Fraktionen wurden erste Ideen gesammelt und in konkrete Anträge umgewandelt. An Tag zwei des Planspiels wurden die Fachausschusssitzungen vorbereitet und anschließend durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler stellten in den Ausschusssitzungen ihre Anträge vor und konnten so eine Vorauswahl für die abschließende Ratssitzung treffen. Dabei erhielten sie direkte Unterstützung von Vertretern der Lokalpolitik und der Stadtverwaltung, die fachliche Fragen zu Themen wie Haushaltsplanung oder Bauvorhaben authentisch beantworteten. Die abschließende Ratssitzung fand an Tag drei des Planspiels statt, welche aufgrund des Wetters um eine Woche verschoben wurde. In etwas kleinerer Runde leitete der Bürgermeister durch die Ratssitzung und so konnten insgesamt 15 Anträge diskutiert und zur Abstimmung gebracht werden. Abschließend konnten die Schülerinnen und Schüler aus den angenommen Anträgen ihre persönlichen Top-5-Anträge auswählen, die – so zumindest die Zusage der Verantwortlichen – möglichst zeitnah und möglichst vollständig umgesetzt werden sollen.
Das Planspiel hat das Ziel, politische Prozesse realistisch und demokratisch erfahrbar zu machen, voll erfüllt. Die Schülerinnen und Schüler konnten hautnah miterleben, dass ihre Beteiligung erwünscht ist und ihre Ideen Gehör finden. Insgesamt hat das Planspiel allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht, während sie gleichzeitig wichtige demokratische Werte und Verantwortungsbewusstsein für gesellschaftliche Prozesse entwickelten. Ein großer Dank geht an das Team um Dennis Kley, das ein wunderbares Planspiel konzipiert hat und den Jugendlichen eine Bühne geboten hat, auf der alle aufblühen und sich persönlich weiter entwickeln konnten.
Text: GRV