Burg-Gymnasium
Bad Bentheim

Projektbericht Frau Engelbertz

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Intercultural Education through Religious Studies -- Religions, Fundamentalism and Human Rights

Fortbildung in Venedig 13.-17.3.2017

Zu diesem Thema haben 17 Lehrkräfte aus vier europäischen Ländern in Venedig gearbeitet. Allein acht Religionslehrer aus Varberg in Südschweden und zwei aus Linköping waren nach Italien gekommen. Aus der Nähe von Oslo kamen zwei norwegische Kollegen. Aus Lausanne waren eine Ausbilderin für Lehrer in Religionsgeschichte und ihre Doktorandin angereist. Zwei junge Geschichtslehrerinnen aus Gelsenkirchen komplettieren neben mir die Gruppe.
Das Programm sah eine Information über die von der Universität in Venedig in Zusammenarbeit mit den Universitäten in Paris, Amsterdam, Turin, Augsburg und Padua entwickelte Internetplattform vor. (https://iers.unive.it/)
Die Ziele, die sich die Teilnehmer ( wie die Entwickler der Module) gestellt haben, waren: die Schüler durch die religiöse Bildung mit Hilfe der Module befähigen, die Rolle der Religion in der Politik, Gesellschaft und im täglichen Leben zu entdecken und sich wissenschaftlich damit auseinanderzusetzen, um zu Selbstreflexion, Toleranz und Engagement anzuregen. Die Module der Internetplattform sind vor allem für Lehrer aus Ländern mit keiner fachgebundenen und fundierten religiösen Bildung wie Frankreich, Italien und Spanien vorgesehen, sind aber auch im überkonfessionellen (Schweden, Norwegen) oder konfessionellen Religionsunterricht anwendbar.
Tim Jensen, dänischer Professor für Religionswissenschaft und bekennender Atheist, stellte heraus, wie wichtig das Wissen über die Religion für die umfassende Bildung ist. Nur wenn über Religion ein wissenschaftlich orientiertes Gespräch entstünde, könnten sich die Schüler eine eigene Meinung bilden und sich bewusst für einen Weg entscheiden. Nur dann wäre ein wirklicher interkultureller Dialog möglich
Da an der Universität von Venedig die Module über die asiatischen Religionen erarbeitet wurden, standen diese neben religionsgeschichtlichen Inhalten besonders im Fokus des Seminars. Professor Raveri stellte die Faszination der asiatischen Religionen für die Schüler heraus und sah darin für den Unterricht Chancen zur Anleitung zur Behandlung von Stereotypen und Vorurteilen. Damit wäre auch eine Selbstreflexion der Schüler über die eigene religiöse Prägung möglich.
Giovanni Lapis, der Assistent von Professor Raveri, Leiter des Seminars und Entwickler der Module zu Hinduismus und Taoismus, stellte den Teilnehmern die praktischen Möglichkeiten vor, wie mit der Plattform und neuen medialen Methoden der Unterricht gestaltet werden kann. Der Workshop am Freitag diente dann dazu, Unterrichtseinheiten mit den Modulen zu planen, die in allen teilnehmenden Ländern durchführbar sind.
Leider war die Dozentin aus Turin erkrankt, sodass ihr Vortrag zum islamischen Fundamentalismus und den Modulen zum Islam nicht stattfinden konnte. Stattdessen berichtete uns ein italienischer Religionslehrer von seiner Praxis.
Als weiterer Praxisbaustein wurden ein Besuch im jüdischen Museum und die Führung durch vier Synagogen im ersten Ghetto der Welt organisiert.
Besonders der Austausch mit den anderen europäischen Teilnehmern wird nachhaltige Wirkung erzeugen. Ideen für eine europäische Zusammenarbeit auch auf Schülerebene wurden entwickelt und werden hoffentlich zumindest zum Teil in die Praxis umgesetzt werden.
Insgesamt war die Fortbildung eine gute Möglichkeit, das eigene Selbstverständnis und die eigenen Ziele zu überdenken und in einen europäischen Rahmen einzuordnen.

(Sabine Engelbertz)

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