Burg-Gymnasium
Bad Bentheim

Evangelische Religionskurse der Jahrgangstufe 10 besuchen den Friedhof

« zurück zur Übersicht

Eine Exkursion zum evangelischen-reformierten Friedhof in Bentheim am 31.08.2017

Wir Schülerinnen und Schüler der evangelischen Religionskurse der Jahrgangsstufe 10 haben am 31.08.2017 eine Exkursion zum evangelischen-reformierten Friedhof an der Suddendorfer Straße in Bentheim gemacht. Dort vor Ort wurden wir von dem Friedhofsgärtner und Bestatter Herr Hunsche und der Pastorin der ev.-ref. Gemeinde Frau Parschat begrüßt.


Herr Hunsche hat uns über das Verfahren vom Tod bis zur Beerdigung erläutert und etwas über seine Aufgaben als Friedhofsgärtner und Bestatter berichtet.

Ist ein Mensch verstorben, muss dies zuerst von einem Arzt bestätigt werden und eventuell die Polizei eingeschaltet werden. Bei einer natürlichen Todesursache darf der Leichnam maximal 24 Stunden zu Hause aufbewahrt werden, bevor er vom Bestatter abgeholt wird. In dieser Zeit können sich die Angehörigen ganz in Ruhe von der verstorbenen Person verabschieden.

„Dann wird der Tote in die Kapelle überführt, wo ich dem Toten die mitgegebene Kleidung anziehe. Dann bespreche ich mit den Angehörigen die Beerdigung und die Gestaltung der Trauerbriefe und Traueranzeigen. Es wird besprochen, was für eine Beerdigung es sein soll, entweder die Feuerbestattung oder die Erdbestattung. Die Angehörigen können noch Abschied in der Kapelle nehmen. Die Trauerfeier findet in der Regel in 3-4 Tage nach dem Tod statt."


An den Tagen vor und am Tag der Bestattung können sich dann auch noch Freunde oder Verwandte am offenen Sarg verabschieden, wenn sie es möchten. Bei der Trauerfeier in der Kapelle erzählt der Pastor oder die Pastorin etwas über den Verstorbenen, was vorher mit den Angehörigen besprochen wurde. Auf den Sarg werden Blumenkränze gestellt und, wenn gewünscht, auch ein Foto.

Danach berichtete uns Frau Paschat aus ihrer Sicht als Pastorin, wie sie die Hinterbliebenen zum Beispiel als Zuhörerin betreut und unterstützt.


In der Vergangenheit wurden häufig die Uhren angehalten, einmal um zu zeigen, die Zeit bleibe stehen, andererseits um den Todeszeitpunkt festzuhalten, so Frau Parschat. Früher sowie heutzutage öffne man häufig das Fenster, damit der Geist, beziehungsweise die Seele entweichen könne. Die Pastor/in würde mit Angehörigen die Trauerfeier besprechen, dazu gehört unter anderem, ob und wenn ja welche Musik gespielt oder gesungen wird. Der Charakter des Toten würde im Regelfall ebenfalls die Trauerfeier prägen. Aber nicht jeder möchte eine kirchliche Bestattung beziehungsweise eine kirchliche Trauerfeier. In diesem Fall sei die Trauerfeier auch ohne Pastor/-in in der Kapelle möglich, dann würde z.B. ein Angehöriger die Trauerrede halten. Frau Parschat erklärte, dass Streit in Verbindung mit dem Tod ein schlimmes Gefühl sein kann und das Ziel der meisten dementsprechend Frieden und Ruhe sei. Zudem würde die Menschenwürde nicht mit dem Tod enden.

Manchmal ist es auch so, dass noch ein Streit gelöst werden kann.
Bei dem Gang zum Grab, der Grabrede und der Verabschiedung begleiten die Glocken den Trauerzug für 20 Minuten.
Im Anschluss zeigte Frau Parschat uns verschiedene Arten der Bestattung anhand einiger Gräber auf dem Friedhof. Dazu gehörten die anonyme Bestattung, die Baumbestattung oder die Urnenbestattung.


Zum Abschluss durften wir auf eigene Faust den Friedhof erkunden und uns ein Bild der unterschiedlichen Gräberarten machen.


Über die Grabsteine auf dem Friedhof kann viel über die Vorstellungen vom Leben nach dem Tod erfahren. Es geht von Gräbern die einen großen Engel auf dem Grabstein haben, bis hin zu Gräbern, auf denen Bäume wachsen.


Besonders außergewöhnlich sind die Grabsteine mit Fotos und die Gruften auf dem Friedhof.
Es gab unterschiedliche Arten der Grabgestaltung. Zum einen waren dort Familiengräber oder Gräber von Eheleuten, zum anderen auch Einzel-oder anonyme Gräber. Bei einem Ehepaar wurde deren Bund durch zwei Eheringe symbolisiert, die die beiden Grabsteine miteinander verbunden haben. Besonders außergewöhnlich bei einem Grabstein war, dass darauf ein Portrait des Verstorbenen abgedruckt wurde. Häufiger sahen wir Symbole, wie Engel, Rosen, Kreuze, Lebensbäume oder Grabsteine in Form eines aufgeschlagenen Buches. Auch Sprüche, wie z.B. „Du wirst immer in unserem Herzen bleiben." Oder „Der Himmel ist um einen Stern reicher.", zeigten die bestehende Verbundenheit und Liebe, trotz der Trennung durch den Tod.

Wir danken Frau Paschat und Frau Engelbertz für die Ermöglichung dieses Ausfluges und Herrn Hunsche für seinen Vortrag.
(Bericht zusammengestellt aus verschiedenen Berichten durch die Lehrkräfte)

 

Termine

Motto: "Protest # Aufstand# Transformation - der Kampf gegen autoritäre Herrschaft und Diktaturen

Ort: Forum

Ort: Lingen - Jugendherberge

05.10.2026 - 09.10.2026
Fahrtenwoche der Klassen 8, 10 und 13

Die Fahrtenwoche für die Stufen 8, 10 und 13 findet vom 05.10.2026 bis 09.10.2026 statt.

Weitere Termine finden Sie hier »
Ehemaligendatenbank Infos & Formulare Schulbuchausleihe iServ Mensa Galerien Kunst-Galerie Busplan Schließfach mieten

Burg-Gymnasium

Hetlage 5
48455 Bad Bentheim

Telefon: 05922–90480

 

Öffnungszeiten Sekretariat

Montag:     7.45 Uhr bis 15.30 Uhr
Dienstag:     7.45 Uhr bis 15.30 Uhr
Mittwoch:     7.45 Uhr bis 14.15 Uhr
Donnerstag:     7.45 Uhr bis 15.30 Uhr
Freitag:     7.45 Uhr bis 14.15 Uhr