Burg-Gymnasium
Bad Bentheim

Medienkonzept des Burg-Gmnasiums

Struktur:

1. Einleitung

2. Medienbestand und Ausstattungsplanung

3. Ziele

4. Qualifizierungsplanung: Fortbildungskonzept am BGB

5. Unterrichtsentwicklung: Das "Digitale Curriculum" am BGB

6. Medienscouts


Stand Frühjahr 2021

Nach der allgemeinen Einleitung und grundsätzlichen Gedanken zum Thema Medienkompetenz der Schüler zeigt das vorliegende Konzept im ersten Kapitel auf, welche Zielsetzung und Vision das Burg-Gymnasium Bad Bentheim mit diesem Medienkonzept verfolgt.

Das zweite Kapitel beinhaltet den aktuellen Ist-Zustand des Medienbestandes und geht auch auf die Mediennutzung durch die Schüler und Lehrkräfte ein. Außerdem werden hier Informationen zum Medienentwicklungsplan sowie die seit 2010/2011 am Burg-Gymnasium in Betrieb genommene schulinterne Kommunikationsplattform ISERV sowie deren Möglichkeiten für den schülerorientierten Einsatz im Unterricht in den Blick genommen.
Im dritten Kapitel sind konkrete Ziele gesetzt, die sich dem Medienentwicklungsplan und dem Ist-Zustand der Mediennutzung ergeben.
Das vierte Kapitel enthält das das von der Steuergruppe konzipierte schulinterne Qualifizierungskonzept.
Das fünfte Kapitel stellt das auf Doppeljahrgänge und Fächer bezogene "Digitale Curriculum" dar, das die zu vermittelnden Kompetenzen und Medien inhaltlich und methodisch konkretisiert. In tabellarischer Übersicht werden die Kompetenzbereiche und curricularen Umsetzungen pro Fach formuliert. Die Steuergruppe Digitalisierung hat für das Burg-Gymnasium zum Ziel gesetzt, das Digitale Curriculum aller Fächer bis Dezember 2021 durch die Fachschaften erarbeiten zu lassen.
Aufgrund der ständig fortschreitenden Entwicklungen im Bereich der digitalen Medien können schulisches Medienkonzept und Digitales Curriculum nicht abschließend formuliert werden, sondern werden fortlaufend weiterentwickelt und den technischen sowie den daraus resultierenden pädagogischen Veränderungen entsprechend angepasst werden müssen (vgl. Ziellinie 2020, S. 16).

1.2 Grundlage: Medienbegriff und Kompetenzbereiche

Grundlage des schuleigenen Medienkonzepts sind das Konzept der niedersächsischen Landesregierung „Medienkompetenz in Niedersachsen – Meilensteine zum Ziel" (hg. von der Presse- und Informationsstelle der niedersächsischen Landesregierung, 2012), das „Kompetenzorientierte Konzept für die schulische Medienbildung" der Länderkonferenz MedienBildung (2015 https://lkm.lernnetz.de/files/Dateien_lkm/Dokumente/LKM-Positionspapier_2015.pdf) , die "Ziellinien" 2020 und 2025 (2020: https://www.n-21.de/staticsite/staticsite.php?menuid=483&topmenu=4, 2025: https://www.medienkompetenz-niedersachsen.de/landeskonzept) und insbesondere der „Orientierungsrahmen Medienbildung". Medienkompetenz wird dabei verstanden als Voraussetzung für die Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft sowie an demokratischen Prozessen der Meinungsbildung.

Die Stärkung der Medienkompetenz zielt ausdrücklich im "Orientierungsrahmen Medienbildung" auf sechs Kompetenzbereiche (vgl. dort S.10ff).

1. Suchen, Erheben, Verarbeiten und Aufbewahren
2. Kommunizieren und Kooperieren
3. Produzieren und Präsentieren
4. Schützen und sicher Agieren
5. Problemlösen und Handeln
6. Analysieren, Kontextualisieren und Reflektieren

An diesen Bereichen orientieren sich das vorliegende Medienkonzept und insbesondere das "Digitale Curriculum" des BGB in der Unterrichtspraxis. Dabei werden sowohl Bedienkompetenzen als auch Methodenkompetenzen erworben. Durch die Anbindung an fachliche Themen kann der Lernprozess der Schülerinnen und Schüler individuell gestaltet und der Lernerfolg gesteigert werden.

Als Grundlage für dieses Verständnis von Medienkompetenz wird die Auffassung von D. Baake gesehen, der die Abkehr von einer nur rezeptiv bzw. passiv orientierten Nutzung von Medien zu einem aktiven, kritisch-reflexiven und diskursiven Gebrauch der Medien vertrat. Bei der Nutzung von Medien steht die Entwicklung eines kritischen Bewusstseins für Baake zentral. Uns geht es also darum, Schüler dazu zu befähigen, selbstständig und kritisch Medienangebote auszuwählen und diese für ihre beruflichen oder persönlichen Zwecke zu nutzen (vgl. http://medienkompetenz-blog.de/medienbildung/dieter-baacke/, Stand 19.10.2017).

Der Einsatz von Medien findet an unserer Schule in unterschiedlichen Formen und in verschiedenen Unterrichtssituationen statt. Das Medienkonzept des Burg-Gymnasiums hat das übergeordnete Ziel, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrerinnen und Lehrer auf verschiedenen Ebenen zu stärken.

Zur Erreichung dieses Ziels zeigt das vorliegende Konzept den Einsatz insbesondere von digitalen Medien im Unterricht und in anderen Lehr- und Lernsituationen auf und hält unterrichtliche Verbindlichkeiten für die Vermittlung von Fertigkeiten im Umgang mit digitalen Medien fest. Schülerinnen und Schüler erwerben so Kenntnisse, Einsichten, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um den Herausforderungen in einer von digitalen Medien geprägten Welt gerecht zu werden.
Dies kann auf vielfältige Art und Weise geschehen, beispielsweise:

○ Schüler sollen die Fähigkeit erwerben, verschiedene Medienangebote sowie medienbezogene und alternative Aktivitäten nach verschiedenen Kriterien vergleichend auszuwählen und zu bewerten.
○ Die eigene Gestaltung von Medienbeiträgen soll dazu führen, dass die technischen Möglichkeiten und die Produktionsprozesse von Medien handelnd erfahren und durchschaubar werden. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass Kinder und Jugendliche vor Manipulation geschützt werden und sie Medienangebote kritisch einordnen sowie diese bewerten können.
○ Sie sollen in die Lage versetzt werden, medienvermittelte Vorstellungen anhand der Wirklichkeit zu überprüfen und den Unterschied zwischen Fiktion und Realität zu erkennen.
○ Schüler sollen die eigene Situation im Mediensystem reflektieren, Möglichkeiten zur Einflussnahme erkennen und wahrnehmen sowie bei der Entwicklung von Medienkultur mitwirken.
○ Schüler sollen sich zu selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln, die sich im digitalen Umfeld sicher bewegen
○ Die Medienkompetenz der Schüler soll gesteigert und ihre Fähigkeit zu selbstständigem Arbeiten gestärkt werden
○ Durch flexible und selbstbestimmte Lernrhythmen soll die individuelle Förderung der Schüler ermöglicht und unterschiedliche Lerntypen angesprochen werden
○ Schüler sollen kreative und kollaborative Arbeitsformen nutzen, um auch komplexe Sachverhalte aktiv zu erarbeiten und verständlich zu machen
○ Eine höhere Effektivität des Einsatzes digitaler Medien ist zu erwarten, wenn SchülerInnen diese nicht nur alleine, sondern auch in kooperativen Zusammenhängen nutzen und Feedbackmöglichkeiten vorgesehen sind.
○ „Medienkompetenz soll aufs Ganze gesehen, den Nutzer befähigen, die neuen Möglichkeiten der Informationsverarbeitung souverän handhaben zu können. Auch der humane Fortschritt verläuft heute [...] über elektronische Technologien. Um an ihm teilhaben zu können, benötigen wir alle demnächst nicht nur Anschlüsse, um ans Netz gehen zu können. Wir müssen uns in der computerisierten Medienwelt auch zurechtfinden."(Dieter Baake, https://www.lmz-bw.de/dieter-baacke-medienkompetenz.html, Stand 11.09.2017)

Die im Medienkonzept verankerten verbindlichen Absprachen bringen darüber hinaus für alle am Schulleben Beteiligten auch praktische Vorteile mit sich: Für Schülerinnen, Schüler und Eltern bedeuten sie Verlässlichkeit bei einem systematischen Erwerb von Medienkompetenz. Es ist nicht mehr vom einzelnen Fachlehrer abhängig, welche Inhalte vermittelt werden, sondern alle Schülerinnen und Schüler verfügen am Ende ihrer Schulzeit aufgrund festgelegter Standards über die gleichen Basiskompetenzen, die einen erfolgreichen Start ins Berufsleben unterstützen. Lehrerinnen und Lehrer erfahren eine Entlastung, indem sie die an sie gestellten Erwartungen gemeinsam angehen und auf die einzelnen Fächer verteilen können. Wenn beispielsweise im Medienkonzept – beruhend auf den positiven Erfahrungen mit dem bereits seit Jahren Bestand habenden Methodenkonzept – pro Jahrgang und Fach festgelegt wird, welche Medien und ggf. damit verbundene Arbeitsformen verbindlich genutzt/eingesetzt werden sollen, können in der Folge die Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer darauf zurückgreifen und aufbauen. Auch bei der weiteren Arbeit führen klare Absprachen zu Arbeitserleichterung: Vereinbarungen zu Methoden und Materialien erleichtern die Unterrichtsvorbereitung und ermöglichen es, eine gemeinsame Sammlung von Unterrichtsmaterialien anzulegen. Neue Kolleginnen und Kollegen haben eine Richtschnur und finden leichter einen Einstieg in ihre Tätigkeit. Unterschiedliche Klassen haben methodisch gleiche Voraussetzungen. Man kann z.B. in Vertretungsstunden auf die gleiche Arbeitsbasis zurückgreifen. Durch solche Entlastungsmöglichkeiten können Lehrerinnen und Lehrer ihren Unterricht transparenter, effektiver und individueller gestalten.

Das Medienkonzept des Burg-Gymnasiums wird dabei immer wieder angepasst werden müssen, da es Teil der Schulentwicklung ist. Zunächst geht es uns darum, mit wesentlichen Bausteinen verbindlichen Grundzüge festzulegen. Elementare Aufgabenstellungen unserer Schule müssen langfristig mit dem Medienkonzept verbunden werden, wie z.B. inklusive Schulentwicklung, Umgang mit Heterogenität und Vielfalt, ganztägige Beschulung, Förderung besonderer Begabungen, Berufsorientierung. Aber auch bei der technischen Ausstattung ist es uns wichtig, diese in Zusammenarbeit mit dem Schulträger von Anfang an so auszulegen, dass sie möglichst einfach und nachhaltig ergänzt und erweitert werden kann.

Das Burg-Gymnasium möchte einen hochwertigen Unterricht etablieren, der individuell, transparent und schülerorientiert gestaltet ist.
Dabei sollte der Einsatz digitaler Medien / digitaler Lernformen nicht zum Selbstzweck werden, sondern stets den Erfordernissen fachlicher Didaktik und Methodik untergeordnet sein und sich zudem an den Besonderheiten der Lerngruppe orientieren.
Schüler sollen dabei selbstständig, teilweise auch projektförmig und stets gezielt arbeiten, ihre intrinsische Motivation soll durch individuelle Freiräume im Lernen mit anderen und durch die Attraktivität interaktiver Lerninhalte gesteigert werden. Zudem können Schüler durch den Gebrauch digitaler Medien aktuelle Bezugspunkte zur eigenen Lebenswirklichkeit setzen, was ebenfalls zu einer erhöhten Lernmotivation führen soll.
Lehrer und Lehrerinnen können dabei im Unterricht individuelle Lernprozesse moderieren und gestalten.
Als Schule möchten wir die Grundlage für die Schüler schaffen, sich später als selbstständige und mündige Bürger im gesellschaftlichen und beruflichen Leben zurechtfinden zu können. Dabei ist eine Schul- und Lernumgebung vonnöten, die der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit entspricht und dieser nicht nur hinterherhinkt, sondern die Schüler dazu befähigt, die moderne und digitale Lebenswelt zu meistern.
Dabei werden schnell zentrale Herausforderungen deutlich. Zum einen die, digitale Medien und Szenarien nicht nur als Erweiterung der klassischen Unterrichtsformen, sondern sie als zentralen Baustein zu verstehen und umzusetzen. Zum anderen die Herausforderung, gefestigtes pädagogisches Wissen darüber zu entwickeln, wann und unter welchen Bedingungen digitale Angebote im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden können.

Der aktuelle Stand der pädagogisch-didaktischen Überlegungen geht aus vom derzeitigen Ist-Zustand und der wie folgt beschriebenen momentanen Nutzung:

○ Die mittlerweile erreichte digitale Vollausstattung der Unterrichtsräume gestattet bereits vielfältige Umsetzungsmöglichkeiten. Nachdem anfangs zunächst diejenigen Funktionen im Mittelpunkt standen, die letztlich in frontalen Phasen des Unterrichts zur Geltung (Präsentation, Visualisierung) kamen, werden digitale Medien seit der Anschaffung von schuleigenen Tablets, und hier vor allem der iPad-Klassensätze, deutlich schülerorientiert – handlungsorientiert – sachgerecht – individualisiert – binnendifferenziert – kooperativ eingesetzt.

○ Die Dokumentenkameras gestatten zudem einen individualisierten und / oder kooperativ angelegten Unterricht, bei dem die SuS im Wesentlichen mit herkömmlichen Medien arbeiten und Ergebnisse daraus vorstellen sollen (z. B. Präsentation von Visualisierungen auf Papier). Zudem ermöglichen sie angesichts der momentanen Corona-Pandemie beispielsweise das Streamen von Unterricht für diejenigen Schüler, die im Wechselmodell (Szenario B) oder als Risikopatienten zuhause bleiben müssen. Diese Möglichkeit wurde von vielen Lehrkräften im Jahr 2020 gewinnbringend genutzt.

○ Auf die Bedürfnisse der einzelnen Schülerin / des einzelnen Schülers angelegte Unterrichtsphasen können zusätzlich in den beiden Computerräumen umgesetzt werden. Sobald jedoch beispielsweise größere Datenmengen hoch- und heruntergeladen werden müssen, stößt die Leistungsfähigkeit der Internetversorgung zuweilen immer noch an Grenzen (z. B. bei der Arbeit mit Filmen etwa im Seminarfach).

○ Mit der Neuausstattung des Computerraumes " (2019) ging eine Aufstockung der zuvor verfügbaren Schüler-Arbeitsplätze einher, so dass künftig in annähernd allen Lerngruppen für jeden Schüler ein individueller Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Angesichts beispielweise einer systematischen Office-Schulung ist dies auch notwendig. Daher sollte bei der künftigen Neuausstattung des Computerraumes 1 ebenfalls eine Aufstockung auf mindestens 30, möglichst 32 Arbeitsplätze realisiert werden. Zudem sollte in diesem Kontext über ein neues Raumkonzept nachgedacht werden (z. B. neue Anordnung der Arbeitsplätze).

○ Seit Ende 2017 kann mit Endgeräten grundsätzlich von jedem Raum aus auf das bestehende WLAN-Netz zurückgegriffen werden; hier sind vielfältige Ansätze der Arbeit mit digitalen Medien umsetzbar. Trotz deutlicher Verbesserungen der Bandbreite tauchen auch Schwankungen und Probleme auf (z. B. werden Schülerinnen und Schüler nach wie vorhäufiger aus dem Netz geworfen). Hier ist eine Verbesserung der Infrastruktur geplant im Sinne des Ausbaus von AccessPoints und entsprechender baulicher Maßnahmen (Verkabelung). Ein Anschluss an das Glasfasernetz ist für März 2021 geplant.

○ Derzeit erweist sich die laufende Wartung der 20 vorhandenen Android-Geräte als ausgesprochen zeitaufwändig und störanfällig. Die später angeschafften 30 Apple-SchoolPads dagegen haben sich vollumfänglich bewährt und werden beide Apple-Tabletkoffer über das Buchungssystem in Iserv sehr häufig für den Einsatz in den Klassen ausgeliehen.

○ Aufgrund zahlreicher – auch technischer – Entwicklungen zeigt sich, dass die ActivBoards gegenüber den ActivPanels spürbare Nachteile aufweisen. Daher sind weitere ActivPanels als Austausch für die vorhandenen älteren und mittlerweile sehr störungsanfälligen AktivBoards der ersten Generation beantragt worden.

○ Das Hochladen/Spiegeln des Unterrichts­materials direkt an die Tafel, das mit den im Schuljahr 2019/20 angeschafften Sätzen von Schul-iPads und entsprechender sukzessiver Ausstattung der digitalen Tafeln mit AirServern möglich gemacht wird, wird sehr positiv aufgenommen und immer häufiger im Unterricht eingesetzt.

○ Die Nutzung privater Endgeräte (BYOD) im Unterricht stößt mittlerweile an Grenzen, hier sind rechtliche sowie praktische Probleme zunehmend hinderlich. Ende 2020 hat die Steuergruppen Digitalisierung darum in der Schulgemeinschaft die Diskussion über einen GYOD-Ansatz von elternfinanzierten, aber schuladministrierten Geräten in Gang gebracht.

○ Vonseiten des Kollegiums ist eine deutliche Zustimmung zu erkennen, was die weitere Vereinheitlichung und die damit verbundene einfachere praktische Umsetzung von digitalen Unterrichtsszenarien angeht. Klar im Blick sind jedoch bei elternfinanzierten Geräten allen Lehrkräften die problematischen sozialen Aspekte, vor allem vor der Hintergrund der Coronapandemie, die für viele unserer Schülerfamilien Kurzarbeit oder andere finanzielle Einbußen mit sich bringt.

○ Auf der Ebenen der Eltern wurde Anfang Februar 2021 nach einer ersten Vorstellung des GYOD-Konzeptes im Schulelternrat im September 2020 die Diskussion konkret im Jahrgang 9 (und ggf. 10) angestoßen mit der Frage, ob zum Schuljahr 2021/22 in den dann aktuellen Jahrgängen 10 (und ggf. 11) erste Pilotklassen eingerichtet werden sollen, bei denen alle Schülerinnen und Schüler über ein GYOD-Gerät verfügen. Die Klassenelternschaften der beiden Jahrgänge wurden gebeten, bis Mitte März ein Elternvotum jeder Klasse zu erheben, ob und in welchem Umfang das GYOD-Modell am BGB mitgetragen wird. Zu diesem Zweck wurden den Eltern vielfältiges Informationsmaterial in Form von zwei ausführlichen Elternbriefen, eines FAQ-Videos sowie eines digitalen Elternabends (letzterer unter Beteiligung auch des Schulvorstandes und des Landkreises) zu Verfügung gestellt.

○ Vor allem seit den beiden Schuljahren 2019/20 und 2020/21 sind am BGB vielfältige, umfangreiche und erfolgversprechende Ansätze der Arbeit mit Medien realisiert worden, die momentan laufend ausgebaut werden. Auch die Haltung des Kollegiums dieser Thematik gegenüber ist als ausgesprochen aufgeschlossen zu bezeichnen, die mittlerweile fest etablierten schulinternen Fortbildungsangebote (vgl. Kapitel 4 Qualifizierungsplanung: Fortbildungskonzept am BGB) stoßen auf reges Interesse und werden sehr gut besucht.

Digitale Medien begünstigen offenere Unterrichtsformen und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern mehr Selbsttätigkeit sowie eine Erweiterung ihrer Medienkompetenz. Um die besonderen Erwartungen, die mit dem Lernen mit digitalen Medien verbunden werden, erfüllen zu können, muss die Medienkompetenz der Lehrerinnen und Lehrer gefördert werden. Sie benötigen einerseits die Bedienkompetenz, um sich bei der Nutzung von Software und Geräten sicher zu fühlen. Gleichzeitig sollen sie für das Burg-Gymnasium fachliche Unterrichtskonzepte kennen und entwickeln, die es ermöglichen, den Mehrwert der digitalen Medien mit der gewohnten Unterrichtspraxis zu verbinden oder neue Unterrichtsformen zu erproben (s. Kapitel 5 Unterrichtsentwicklung: Das "Digitale Curriculum" am BGB). Auch der Fortbildungsbedarf wird am Burg-Gymnasium laufend aktualisiert, um neue Entwicklungen aufzunehmen (s. Kapitel 4 Qualifizierungsplanung: Fortbildungskonzept am BGB).

Grundsätzlich ist für die folgenden Jahre sicherlich folgende Progression zu berücksichtigen: Wenn Lehrkräfte nicht um die Möglichkeiten wissen, die digitale Geräte und Werkzeuge bieten, können sie nur unter großen Schwierigkeiten pädagogische Ideen entwickeln. Es ist daher zu­nächst naheliegend, dass vorwiegend bestehende Elemente von Unterricht lediglich "technisiert" werden und z.B. eine interaktive Tafel schlicht als Schreibfläche wie eine grüne Tafel Verwendung findet oder kurze Wissensabfragen mit Apps und Onlinetools durchgeführt werden. Dieser Einsatz von Technologie im Unterricht ist gemäß dem SAMR-Modell (s.u.) dem Bereich „S" (Substitution, Ersatz) oder dem Bereich „A" (Augmentation, Nutzung erweiterter Möglichkeiten) zuzuordnen.

Die Möglichkeit des Teilens von Unterrichtsmaterial untereinander, das gemeinsame (kooperativ-kollaborative) Be­arbeiten von Unterrichtsmaterial und die direkte Bereitstellung dieser Materialien an der Präsen­tationsmöglichkeit in der Klasse sind maßgeblich für den weiteren Einsatz von digitalen Tools und dem damit verbundenen Kompetenzzuwachs der Schülerinnen und Schüler sowie der sie unterrichtenden Lehrkräfte. Das Hochladen/Spiegeln des Unterrichts­materials direkt an die Tafel, das mit den im Schuljahr 2019/20 angeschafften Sätzen von Schul-iPads und entsprechender sukzessiver Ausstattung der digitalen Tafeln mit AirServern möglich gemacht wird, sorgt zudem für eine breitere Akzeptanz solcher Systeme im Kollegium. Durch die Kombination von digitalen Geräten für Schüler und die Möglichkeit der Spiegelung dieser ist z.B. eine Präsentation vom Platz des Schülers / der Schülerin möglich.

In dieser Phase von Substitution und Nutzung erweiterter Möglichkeiten lassen sich vielfältige Erfahrungen sammeln, wie wertvoll digitalen Medien für den alltäglichen Unterricht sind. Gleichzeitig wird die Handlungskompetenz der Lehrkräfte im Umgang mit der Technik gestärkt. Um möglichst viele Lehrkräfte mitzunehmen (Akzeptanz!), ist traditio­neller Unterricht, bei dem digitale Medien eher als Lehrmittel in der Hand der Lehrkraft zum Ein­satz kommen, nach wie vor möglich.

In einer weiteren Stufe der Entwicklung sollen dann weitere Ideen für das Unterrichten mit digitalen Medien umgesetzt werden mit dem Ziel, schülerzentrier­tes und kompetenzorientiertes Arbeiten (digitale Medien als Lernmittel in der Hand der SuS) in den Fokus zu nehmen. Hier bekommt die Nutzung mobiler Endgeräte für SuS eine hohe Relevanz. Der Unterricht entwickelt sich allmählich hin zu didaktischen Szenarien, die den Bereichen „M" (Modifikation, Neugestaltung) und „R" (Redefinition, Neubelegung) des SAMR-Modells (s.u.) entsprechen. Diese Szenarien und die damit von Schülerinnen und Schülern zu erwerbenden Kompetenzen werden am Burg-Gymnasium in einem "Digitalen Curriculum" der Fächer entwickelt und umgesetzt (s. Kapitel 4 Qualifizierungsplanung: Fortbildungskonzept am BGB).

Im Folgenden soll der Überblick über die Ausstattung des Burg-Gymnasiums im Bereich der digitalen Medien gegeben werden (Stand: Februar 2021).

Vorbemerkung: Das Burg-Gymnasium befindet sich wie die anderen kreiseigenen Schulen in der glücklichen Lage, dass der Schulträger mit dem IT-Team des Landkreises für eine umfassende Betreuung der digitalen Geräte, des Netzwerkes etc. sorgt. Während einzelne Tätigkeiten wie beispielsweise die Softwarepflege auf Rechnern in der Verwaltung zentral von Nordhorn aus erfolgen kann, gibt es angesichts immer wieder auftretender kleinerer wie größerer Störungen vielfachen Bedarf an einer Betreuung vor Ort, die in immer regelmäßigeren Zeitintervallen erfolgen kann. Unter anderem zur Sicherstellung der für eine gewinnbringende weitere Entwicklung der Digitalisierung notwendigen Akzeptanz im Kollegium wäre es künftig wichtig, dass dieser dezentrale Service ausgebaut werden könnte, so dass beispielsweise kleinere Defekte umgehend behoben werden.

Die Übersicht enthält konkret einen Vorschlag für Zuständigkeiten i. S. einer Übernahme von Verantwortung, z. B. für das Melden von Mängeln etc., die aber natürlich nicht im Sinne einer allumfassenden Zuständigkeit gemeint sind – diese liegt bei Landkreis/IT-Team und Schulleitung bzw. entsprechend beauftragten Lehrkräften. Bereits jetzt kann bzw. sollte prinzipiell jede Lehrkraft per Mail dem zuständigen Kollegen, Stephan Klein, Störungen zügig mitteilen, damit diese möglichst zeitnah behoben werden können. Seit Ende Januar 2021 kann diese Mitteilung am Burg-Gymnasium über das dafür eingerichtete Iserv-Modul "Störungsmeldungen" erfolgen.

Insbesondere sind verantwortlich:
○ Klassenlehrkräfte für Klassenräume 
○ festzulegende Lehrkräfte in Kursräumen 
○ Fachobleute in Fachräumen – die Fachkonferenz kann aber auch die Zuständigkeit selber festlegen

R1 1 PC, 1 ActivPanel, 1 Elmo 
R2 1 PC, 1 ActivPanel, 1 Elmo 
R3 1 PC, 1 ActivPanel, 1 Elmo 
R4 1 PC, 1 ActivPanel, 1 Elmo 
R5 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo
R22 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R23 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R24 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R25 1 PC, 1 ActivPanel, 1 Elmo 
R26 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R27 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R28 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R30 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R31 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo, 1 Air Server 
R32 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R33 ohne (Ganztagsraum)
R34 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R35 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R36 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R38 ("Medienraum") 1 PC, 1 Elmo, 1 Beamer, 1 ActivBoard 
Bio 1 1 PC, 1 Beamer, 1 Elmo 
Bio 2 1 PC, 1 Beamer, 1 Elmo 
Ch 1 1 PC, 1 Beamer, 1 Elmo 
Ch 2 1 PC, 1 Beamer, 1 Elmo 
Physik 1 1 Laptop (neu beantragt, 1 Beamer ), 1 Elmo 
Physik 2 1 Laptop (neu beantragt, 1 Beamer, 1 Elmo 
R51 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R52 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R53 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R54 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R55 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R56 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R57 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
R58 1 PC, 1 Beamer, 1 ActivBoard, 1 Elmo 
PC Raum 1 (R21) 17 Schüler-PC, 1 Lehrer-PC, 1 Beamer, 1 Elmo, 1 Drucker
PC Raum 2 (R37) 26 Schüler-PC, 1 Lehrer-PC, 1 Beamer, 1 Elmo, 1 Drucker
Lehrerzimmer/ Arbeitsraum 7 PC Kollegium
Bücherei (R 42) 1 Verwaltungs-PC, 4 Schüler-PC 
Medienscouts 1 Laptop
R 29 (Aufbewahrung) 20 Tablets 
Lehrerbibliothek 30 iPads 
Musik 1 1 PC, 1 ActivPanel, 1 Elmo
Musik 2 1 PC, 1 ActivPanel, 1 Elmo
Kunst 1 1 Laptop, 1 Beamer
Kunst 2 1 Laptop, 1 Beamer

Die entsprechende Ausstattungsplanung muss in Zusammenarbeit mit den Fachkonferenzen ermittelt werden, um anschließend den Anschaffungsbedarf für die gesamte Schule zu ermitteln. Die im Medienkonzept formulierten und für das Burg-Gymnasium spezifizierten Aussagen dienen als Grundlage für den Medienentwicklungsplan, der mit den lokalen Schulträgern abgestimmt wird.

Insofern ist schulintern zu koordinieren, welcher Bedarf an Neuanschaffungen von Hard- und Software in den einzelnen Fachschaften besteht. Sinnvoll erscheint dabei das Vorgehen, dass die Steuergruppe Medien die jeweiligen Bedürfnisse/Vorgaben abfragt und auf dieser Basis eine Prioritätenliste der gewünschten und benötigten Anschaffungen erstellt, die an den Schulträger weitergeleitet wird. Dieser entscheidet dann in Abstimmung mit der Projektgruppe über notwendige Neuanschaffungen und die mögliche Ausstattung. Die Projektgruppe erinnert die Fachobleute des Burg-Gymnasiums in regelmäßigen Abständen daran, Bedarfe ihrer Fächer auf mindestens einer Fachkonferenz im Schuljahr zu thematisieren und der Projektgruppe Rückmeldung über die Ergebnisse zu geben.

Die Verwaltung des kommunalen Schulträgers führt infolge Absprache mit der Schule und auf Grundlage des vorliegenden Medienkonzeptes den Medienentwicklungsplan fort, der Aussagen zu Beschaffung, Verwaltung, Pflege und Support der Hard- und Software enthält und als komplexer Prozess laufend enge Absprachen zwischen Schule und Schulträger erfordert. Am Burg-Gymnasium und den weiteren Schulen des Landkreises geschieht dies durch in regelmäßigen Abständen von ca. 3 Monaten terminierte Treffen zwischen der Steuergruppe Digitalisierung und Herrn Klimt, Herrn Geers und Herrn Grund. Zudem fanden zu diesem Zweck in den vergangenen Jahren zwei Workshops mit einer externen Beraterfirma statt.

Bereits seit 2010/11 nutzt das Burg-Gymnasium Bad Bentheim die Plattform IServ als schulinternes Kommunikations- und Informationssystem. Der Zugriff erfolgt plattformunabhängig mittels eines gewöhnlichen Internet-Browsers über eine Weboberfläche sowie über die in IServ eingebundenen Schulrechner. Schüler, Klassen, Lehrkräfte, Arbeitsgruppen und Verwaltung verfügen über eigene Email-Adressen, Möglichkeiten zur Datenspeicherung, Kalenderfunktionen zur Terminkoordinierung und Forumfunktionen. IServ bietet außerdem geschützte Bereiche für Gruppen wie Klassen, Kollegium, Schulleitung, Kurse oder Arbeitsgemeinschaften, in denen sie sich absprechen, Daten austauschen und schließlich ihre Ergebnisse veröffentlichen können. Einem möglichen Datenverlust durch Diebstahl oder Festplattendefekt wird durch einen Backup-Server vorgebeugt. Eine Iserv-Benutzerordnung wird momentan für das Burg-Gymnasium erstellt, diese soll die Nutzung von Iserv regeln und z.B. die Nutzer dazu verpflichten, sich an gesetzliche Regelungen des Daten- und Jugendschutzes zu halten. Eine erste Einführung in die Bedienung von IServ findet im Jahrgang 5 statt.

Vor allem seit dem Frühjahr 2020, das von Schulschließungen aufgrund der Coronapandemie geprägt war, hat sich das Iserv als Basis für die Zusammenarbeit für die gesamte Schulgemeinschaft in besonderem Maße bewährt, so dass über die oben genannten Nutzungsmöglichkeiten hinaus immer mehr Elemente des Schulalltages in dieses Netzwerk integriert werden: Von Videokonferenzen und Streamen des Unterrichts über Klassenarbeitspläne, Edupool-Materialien für den Unterricht, kollaborative Tools wie die Module Texte und Office bis hin zu ersten Überlegungen, die schulische Buchausleihe zukünftig ebenfalls über das Model "Schulbücher" zu koordinieren.

Aus dem Medienentwicklungsplan und dem Ist-Zustand der Mediennutzung ergeben sich die folgenden Teilziele

- eine Steigerung
○ der Anzahl der Lehrkräfte, die mit grundlegenden Office-Programmen sicher zurechtkommen
○ des Bekanntheitsgrades der schuleigenen ISERV-Plattform und ihrer Nutzungsmöglichkeiten
○ der Nutzung der ActivBoards/ActivPanels nach entsprechender Fortbildung

- ein ins das Medienkonzept integriertes Fortbildungskonzept, das sich sowohl auf Fortbildung von SchülerInnen als auch Lehrkräften bezieht und Kontinuität in der Schulung technischer und digitaler Fertigkeiten gewährleistet

- eine Fortschreibung der schulinternen Fachcurricula hin zu digitalen Kontexten, so dass sukzessive immer mehr Inhalte/Themen mithilfe von digitalen Angeboten ausgestaltet werden können

- eine technische Ausstattung der Schule die diesen Bedürfnissen gerecht wird und dafür sorgt, dass die geplanten Unterrichtsszenarien kosten- und ressourcenschonend umgesetzt werden können

- eine engmaschige IT-Betreuung dieser technischen Ausstattung, so dass bei akut auftretenden Problemen schnelle Hilfestellung gewährleistet ist

- ein von der gesamten Schulgemeinschaft inhaltlich und finanziell mitgetragenes Modell der Ausstattung von SchülerInnen mit geeigneten Endgeräten. Momentan wird am BGB das "GYOD-Modell" anstelle des bisher favorisierten BYOD-Modells in verschiedenen Gremien/Ebenen (ergebnisoffen) diskutiert, das - vorausgesetzt, dass das zugrunde liegende Elternvotum positiv ausfällt - in einer Pilotphase getestet werden soll.

Am BGB werden entsprechend der benannten Zielformulierungen unterschiedliche Ebenen der Fortbildung gehandhabt, um die vorhandenen und neu hinzugewonnenen digitalen Kenntnisse möglichst breit zu streuen. Das Ziel, einen hochwertigen digitalen Unterricht zu etablieren, hängt unabdingbar mit den technischen/digitalen Fertigkeiten und Fähigkeiten der Lehrenden sowie SchülerInnen zusammen. Die Möglichkeit, digitale und interaktive Lerninhalte zur Verfügung zu stellen und didaktisch sinnvoll zu integrieren, kann nur mit einem bestehenden und kontinuierlich fortgeführten Fortbildungskonzept realisiert werden. In dieses Fortbildungskonzept sollen Fortbildungen weitergeführt bzw. mit dem Schwerpunkt Digitalisierung gezielt wahrgenommen werden, um einen intensiven Austausch über verschiedene Möglichkeiten und Wege der Digitalisierung zu ermöglichen. Zum anderen sind auch vor Ort Angebote aufzubauen bzw. wahrzunehmen, die die digitale Professionalisierung von Lehrkräften/SchülerInnen voranbringen. Dies kann zum einen durch kollegiumsinterne Fortbildungen geschehen, die bereits seit dem Schuljahr 2017/18 als "digitaler Kurskiosk" auf freiwilliger Ebene von denjenigen Lehrkräften, die Fortbildungen zu digitalen Themen besucht haben, durchgeführt werden. Auf Schülerebene werden jahrgangsweise fest eingeplante Schulungen jährlich vorgenommen zu z.B. Textverarbeitungsprogrammen, Präsentationstools oder Tabellenkalkulation.

Auf der Ebene der Lehrkräfte sehen die Strukturen am Burg-Gymnasium inzwischen so aus:

"Wissen aufbauen und etablieren" KollegInnen besuchen externe Fortbildungen (teils auf europäischer Ebene im Rahmen des EU-Programmes Erasmus+)

"Wissen weitergeben" Intern werden Fortbildungen für das Kollegium organisiert, die Grundlagen betreffen oder z.B. von den Kollegen, die externe Fortbildungen besucht haben, angeboten werden. Konkrete Beispiele sind hier: 

} "Digitaler Kurskiosk": Freiwillige Workshops in 7./8. Stunden zu unterschiedlichsten Themen, momentan zweiwöchentlich angeboten von HSJ/KLN, Themen z.B.: Umgang mit den SchoolPads, Technisches KnowHow, Hilfreiche Tools und Apps

} "Digitales Schulnetzwerk für Lehrer": verbindliche ISERV-Schulung für das gesamte Kollegium, letztmalig Februar/März 2020

} "Tag der Digitalisierung": verbindliche SCHILF für das gesamte Kollegium, letztmalig am 30.10.2020
Zwei Termine pro Monat

} "Digitales Starterpaket am BGB": Pro Schuljahr/Halbjahr findet eine "Grundlagenschulung" für neue Kollegen und Referendare statt, in der z. B. ISERV, die Möglichkeiten der interaktiven Tafeln sowie zentrale Apps/Tools vorgestellt und der Umgang eingeübt werden. Letztmalig am 25.02.2021, geplant für zukünftig jeweils die erste volle Woche nach Schuljahres-/Halbjahresbeginn

Auf Schülerebene sollen neben den verbindlich für die Fächer festgelegten digitalen Methoden und Medien folgende Strukturen fest etabliert werden:


"Digitaler Werkzeugkoffer: Basics" Jährliche Schulung in grundlegenden Office-Programmen, pro Jahrgang eine Doppelstunde zu Beginn den Schuljahres

} Word-Schulung
} PowerPoint-Schulung 
} Excel-Schulung


Noch zu konkretisierende Ergänzungen:
} PDF-Erstellung und -bearbeitung
} Notizprogramme wie OneNote und GoodNotes
} Cloudnutzung und sinnvolle Ordnerstrukturen
} Spiegeln von Endgeräten auf die interaktiven Tafeln
"Digitales Schulnetzwerk für Schüler" jährliche Schulung zur ISERV-Plattform in Klasse 5 } KL Jeweils zu Beginn des Schuljahres

"Digitaler Werkzeugkoffer: Apps und Tools" - wird noch konkretisiert 
Mögliche Inhalte:
} Padlet, Etherpads
} Audio-, Foto- und Videobearbeitung: Grundlagen
} Office-Vertiefung

Für die Textverarbeitung steht der Schulgemeinschaft ein umfangreiches Office-Paket zu günstigen Konditionen zu Verfügung. Hierbei handelt es sich um das Paket "Office 365 A1 Plus for faculty" mit den folgenden Inhalten:
- Office 365-Version im Web mit Anwendungen wie Outlook, Word, PowerPoint, Excel und OneNote
- vollumfänglicher Zugriff auf die Office-Desktopanwendungen sowie weitere Management- und Sicherheitstools
- Office-Desktopanwendungen auf bis zu fünf PCs oder Macs pro Nutzer installieren
- Office-Anwendungen auf bis zu 10 Endgeräten (5 Tablets und 5 Smartphones) pro Nutzer installieren

Die Registrierung erfolgt dabei über die ohnehin vorhandenen ISERV-Emailadressen. Eine Anleitung für die Registrierung ist auf der Homepage des BGB zu finden (https://www.burg-gymnasium.de/formulare/software/Office_Hinweise.pdf).

Am Burg-Gymnasium wurden und werden als Basis für die Arbeit mit grundlegenden Office-Programmen in mehreren Jahrgängen klassenweise Fortbildungen durchgeführt, um die Präsentations-, Textverarbeitungs- und Kalkulationsprogramme kennenzulernen. Die einzelnen Inhalte sollen sukzessive in den weiteren Jahren vertieft werden. Im vergangen Schuljahr wurden eine Word-Schulung im Jahrgang 5, eine PowerPoint-Schulung im Jahrgang 6 und eine Excel-Fortbildung im Jahrgang 7 durchgeführt. In den höheren Jahrgängen soll auf diesen Kenntnissen aufgebaut und die Arbeit mit den unterschiedlichen Programmen vertieft werden. So wäre eine einheitliche Ausrichtung der Grundlagenschulungen gewährleistet.

Einerseits ist es auf der Ebene der hausinternen Fachcurricula möglich, Fortschritte in Bezug auf die Digitalisierung zu erkennen. Hier sollen neu gewonnene Kenntnisse eingearbeitet werden, indem der Methoden- und Medieneinsatz konkret um digitale Inhalte ergänzt wird. Diese digitale Konkretisierung soll jeweils an die Steuergruppe Digitalisierung zurückgemeldet werden, so dass das schulinterne "Digitales Curriculum" laufend angepasst werden kann (vgl. Kapitel 5. Unterrichtsentwicklung: Das "Digitale Curriculum" am BGB)

Andererseits ist es dank des digitalen Schulnetzwerkes IServ möglich durch jährlich stattfindende Umfragen die Ausbildung der digitalen Kompetenzen der SchülerInnen zu evaluieren. Hier soll 2021/22 damit begonnen werden, eine standardisierte Befragung von SchülerInnen einer Jahrgangsstufe durchzuführen, die sukzessive auf alle Jahrgangsstufen ausgeweitet wird.

Eine ähnlich aufgebaute Befragung für Lehrkräfte soll die Fortschritte des Kollegiums untersuchen. Auch hier soll mit dem Start des neuen Schuljahres eine Befragung über Iserv vorbereitet und in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Hierzu außerordentlich geeignet ist der Fragebogen des Europäischen Referenzrahmens für Digitale Bildung (DigiCompEdu), der problemlos in einer IServ-Umfrage integriert und durchgeführt werden kann (https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/DigCompEdu-S-DE, https://www.nibis.de/umsetzung-der-erfassung_14554, https://www.nibis.de/qualifizierungskonzepte_14553 )

Im Zentrum der auf die Zukunft gerichteten Überlegungen am Burg-Gymnasium steht der Grundsatz, digitale Medien deutlich stärker individualisiert wie kooperativ durch die einzelnen Schülerinnen und Schüler nutzen zu lassen, so dass ihre Medienkompetenz ausgebaut und gefördert werden kann.

Auf dem niedersächsischen Bildungsserver finden sich im "Orientierungsrahmen Medienbildung" festgelegte Kompetenzbereiche, an denen wir uns für das "Digitale Curriculum" des Burg-Gymnasiums orientieren. Laut NLQ ist dieses Kompetenzmodell "eine Zusammenstellung von wesentlichen Medienbildungskompetenzen, die in sechs Bereichen und drei Kompetenzstufen zusammengestellt sind - ein umfassendes Werkzeug für die Schulpraxis. Das Kompetenzmodell beruht auf dem Ansatz der fachintegrierten Medienbildung. Es ergänzt und vernetzt gewissermaßen fächerübergreifend Kerncurricula und ermöglicht so einen medienkompetenzorientierten Fachunterricht." (Aus: https://www.nibis.de/orientierungsrahmen-medienbildung-in-der-schule_7223, Stand 07.03.2020)

Letztlich sollen SuS, konsequent den Vorgaben des „Orientierungsrahmens Medienbildung in der Schule" folgend,
○ ihre mobilen Endgeräte auf vielfältige Weise nutzen und
○ im Rahmen individualisierender und kooperativ angelegter Unterrichtsszenarien arbeiten können (vgl. v. a. die Übersicht „Überblick über die Kompetenzbereiche der Medienbildung", Orientierungsrahmen-Medienbildung-in-der-Schule (Arbeitsfassung v. 30.10.2015), S. 41)
Beispielhaft seien hier folgende genannt (z. T. bereits – zumindest in Ansätzen bzw. teilweise – umgesetzt, z. T. als Wunsch für die Zukunft):
○ Nutzung der von den Schulbuchverlagen angebotenen Materialien (digitale Fassungen der Lehrbücher, Zugriff auf Online-Codes o. Ä., Folgen von Links etc.);
○ Zugriff auf von der Lehrkraft zur Verfügung gestellte Dateien und deren Weiterverarbeitung (z. B. Bildanalyse);
○ Kommunizieren, z. B. zwischen den Mitgliedern einzelner Arbeitsgruppen oder im Rahmen von Erasmus – eTwinning;
○ Datenaustausch – Arbeiten an gemeinsamen Dateien (z. B. kollaborative Etherpads, Iserv-Dateiordner);
○ Nutzung bereitgestellter Lern-Apps, ggf. auch Erstellen eigener Apps (z. B. LearningApps.Org);
○ Arbeit mit Schreib-, Tabellenkalkulations- und / oder Präsentationsprogrammen;
○ Erstellen, Bearbeiten, Austausch von Podcasts oder Videos – hierzu ist das häufige Hoch- und Herunterladen großer Datenmengen zwingend erforderlich;
○ Befähigung zu Medienkritik und Mediennutzung allgemein
○ Erlernen eines angemessenen und kritischen Umgangs mit Suchmaschinen oder Wikipedia, Sozialen Netzwerken etc.
○ (Daten)Sicheres Tätigen von Geschäften im Internet

Nach den vorliegenden Kerncurricula sind für einzelne Fächer folgende spezifische Themenfelder der Medienbildung zu identifizieren:
○ Deutsch: Gestaltungsmittel des (Spiel-)Films
○ Erdkunde: Erkenntnisgewinnung durch Medien/räumliche Orientierung
○ Geschichte: Quellenkritik/Geschichte als Narration
○ Informatik/(ansatzweise) Technik: Informatiksysteme und ihre Wirkprinzipien
○ Kunst: Bildkompetenz
○ Mathematik: Darstellung von Daten
○ Mathematik/Naturwissenschaften: Modellbildung
○ Musik: historische und gesellschaftliche Bezüge der Musik/Verwendung von Musik in den Medien
○ Politik: Willensbildungs- und Entscheidungsprozess/Agenda Setting/Partizipationschancen
○ Religion/Werte und Normen: Medien als Materiallieferanten für Menschbilder, Werte und Normen

Die Umsetzung der im "Orientierungsrahmen Medienbildung" geforderten Kompetenzen sind am BGB verbindlich Jahrgängen und Einzelfächern zugeordnet. Die Arbeit an den digitalen Inhalten der Fachcurricula wird sukzessive in den kommenden Schuljahren erfolgen, so dass immer mehr Themen und Inhalte digital ausgestaltet werden. Langfristiges Ziel soll dabei sein, das "Digitales Curriculum" für das BGB zu entwickeln in Form eines Dokumentes, das laufend ergänzt wird. Anhand dieser Auflistung können sowohl Fortbildungs- als auch Ausstattungsbedarfe abgelesen werden.

„Beim Pfad „Schulinternes Curriculum" erfolgt eine Integration der aus fachdidaktischer Sicht geeigneten und notwendigen Teile der Medienkompetenzbereiche in die schuleigenen Arbeitspläne (SAP) der Fächer. Das Gesamtkonzept zum Erwerb von Medienkompetenz ergibt sich aus den Beiträgen aller Fächer. Das Medienbildungskonzept dient als übergeordnetes, koordinierendes sowie integrierendes Instrument der Unterrichts- und Schulentwicklung und ist Teil einer didaktischen Jahresplanung." (Aus: https://www.nibis.de/uploads/2med-eckert/or/Entwicklungspfade.pdf, Stand 07.03.2020)

Im "Orientierungsrahmen Medienbildung" (https://www.nibis.de/uploads/2med-eckert/Aufgaben%20der%20Fachkonferenzen.pdf) wird die Aufgabe der Fachschaften wie folgt beschrieben: "Die schulpraktische Konkretisierung durch überprüfbare Aufgabenstellungen, Unterrichtsbeispiele, Projekte usw. sowie die konkrete Übertragung auf Schuljahrgangsstufen und Fächer ist ausdrücklich der Arbeit in den Fachgruppen bzw. Fachkonferenzen unter Beteiligung von Eltern- und Schülervertretern vorbehalten, für die das Medienbildungskonzept den strukturellen Rahmen bietet. Für den Umsetzungsprozess in die Schulwirklichkeit sind verbindliche Aufgaben der Fachkonferenzen angesprochen: Die jeweiligen Fachkonferenzen verzahnen ihr Fachcurriculum mit dem schuleigenen Medienbildungskonzept und berücksichtigen dabei Beratungs- und Qualifizierungsangebote der Medienberatung Niederachsen, entwickeln ein fachbezogenes und fächerübergreifendes Konzept zum Lernen mit und über Medien, erarbeiten ein mittel- und langfristiges Konzept zur räumlichen, sachlichen und medientechnischen Ausstattung und entwickeln ein Fortbildungskonzept für die Fachlehrkräfte, auch unter dem Aspekt des Lernens mit und über Medien."

Der Orientierungsrahmen, der die Strategie der KMK „Bildung in der digitalen Welt" für Niedersachsen konkretisiert, konnte nach vorausgegangener Erprobung in der Schulpraxis im Februar 2020 veröffentlicht werden. Er wird jetzt kontinuierlich in die reguläre Fortentwicklung der Kerncurricula sowie in die Unterrichts- und Schulentwicklung implementiert. Bis zum Abschluss der Überarbeitung aller Kerncurricula hinsichtlich der Kompetenzen der KMK-Strategie hat er eine wichtige Brückenfunktion für die Schulen, die ihre schuleigenen Medienbildungs-konzepte daran ausrichten können. (vgl. Ziellinie 2025, S. 9f.)

Die Fachgruppen am Burg-Gymnasium sind im Januar 2021 beauftragt worden, bis Dezember 2021 die jeweiligen Hauscurricula hinsichtlich digitaler Kompetenzen zu überprüfen und zu konkretisieren. 

Das Burg-Gymasium Bad Bentheim hat sich 2017 gemeinsam mit den Oberschulen Schüttorf und Uelsen sowie dem Lise-Meitner Gymnasium Neuenhaus/Uelsen erfolgreich für das Projekt „Medienscouts Niedersachsen" beworben. Wir gehörten seinerzeit damit zu den 40 Schulen landesweit, die für die Teilnahme an dem Projekt ausgewählt wurden. Ab dem Schuljahr 2017/18 wurden zunächst vier Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe angeleitet, Mitschüler/-innen bei der Nutzung des Internets zu beraten. Im Rahmen dieser AG wurden die dafür nötigen schulinternen Beratungsstrukturen in Form einer wöchentlichen offenen Sprechstunde und zusätzlichen Angeboten für die Schulgemeinschaft (Schulungen zum Thema "Sicheres Internet", Mitwirkung bei Elternabenden etc.) aufgebaut. In der Schulungs- und Etablierungsphase, die ab dem Schuljahr 2017/18 begann, besuchten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern dazu entsprechende Fortbildungen und Beratungen.

Mittlerweile hat sich die 14tägig stattfindende AG auf +/- 15 aktive SchülerInnen erweitert. Bei der Bewerbung im Schuljahr 2018/19 um Preisgelder der Landesinitiative n:21, die unter den niedersächsischen Medienscoutschulen, die das Projekt nachhaltig in der Schule verankert haben, insgesamt 10.000,- Euro verlost, wurde das Burg-Gymnasium für die erfolgreiche Arbeit der Medienscouts-AG mit 500 Euro prämiert.

Grundsätzlich sollen die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit dem Internet sowie ihre Verantwortung für die Präsenz und das Tun und Handeln im Internet in den Blick genommen werden. Relevant sind dabei z.B. aktuelle Entwicklungen wie Fake News, Hate- und Counterspeech, sowie die immer wieder wichtigen Risikobereiche wie etwa die Verletzung des Urheberrechts, Cybermobbing oder der Umgang mit persönlichen Daten.
Die Scouts lernen, wie und wo sie gesicherte Informationen zu diesen Themen erhalten und wie sie sich selbst auf einem aktuellen Wissensstand halten. Die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfeplattform www.juuuport.de wird dabei einen besonderen Stellenwert einnehmen. Mit der Teilnahme an diesem Projekt leisten die Grafschafter Schulen einen aktiven Beitrag, um ihre Schülerinnen und Schüler fit zu machen für aktuelle Entwicklungen in der Medienlandschaft.

Konkret implementierte Projekte und Maßnahmen, die von den Medienscouts durchgeführt werden, sind
} Jährliche Schulung der 6. Jahrgänge zum Thema "Sicher im Internet" mit anschließender Actionbound-Anwendung zu Schuljahresbeginn
} Wöchentlich offene Sprechstunde in einer Pause, für Beratungsbedarf der SchülerInnen
} Flyer zu aktuellen Themen (z.B. Fortnite Sj, 2018/19), die an Elternabenden, beim Elternsprechtag und am Tag der offenen Tür verteilt werden
} Hilfe bei akuten Problemen in den Klassen, in Rücksprache mit/auf Anfrage von Klassenlehrern

Termine

05.10.2021 - 05.10.2021
Berufsberatung für den Jahrgang 12

Berufsberatung durch Agentur für Arbeit (3./4. bzw. 5./6. Std.) Jahrgang 12

06.10.2021 - 08.10.2021
Gemeinschaftstage der Jgst. 5

Ort: Lingen - Jugendherberge

18.10.2021, 9:00 Uhr - 22.10.2021, 12:30 Uhr
Ferienakademie Jahrgangsstufen 5 - 8

Täglich von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr

Weitere Termine finden Sie hier »
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