Burg-Gymnasium
Bad Bentheim

Adventsmarkt am Burg-Gymnasium: Tradition für einen guten Zweck

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Freitags vor dem 1. Advent – das ist seit Jahren ein fester Termin für die Schulgemeinschaft des Burg-Gymnasiums. Dann werden selbstgebackene Plätzchen, selbstgebastelter Adventsschmuck und selbstgestaltete Weihnachtskarten angeboten und gekauft.

In diesem Jahr konnten sich Kinder schminken lassen oder internationalen Weihnachtsgeschichten lauschen. Dosenwerfen und erstmals Leitergolf waren im Angebot. Eltern, Schüler, Kollegen und Ehemalige bevölkerten die Schule und lauschten zu Beginn des Geschehens weihnachtlichen Klängen des Chors und dem Können der Mukla. Erstmals wurde aus dem Essensraum im Forum ein schön dekoriertes Café mit einem reichhaltigen Kuchenangebot sowie Waffeln, Crêpes und Oliebollen. Dort erfreute das Orchester die Besucher mit internationalen Weihnachtsliedern. Im Foyer des Forums informierten die Tier-AG, die Imkerei-AG und der Cafeteria-Verein über ihre Aktivitäten und Waren aus dem Eine-Welt-Laden wurden angeboten.

Erstmals konnten in der Pausenhalle Briefe im Rahmen des Briefmarathons von „amnesty international" mit der Bitte um Freilassung von vier Menschenrechtsaktivistinnen unterschrieben werden. Alles ein bisschen anders und doch so wie immer. Und – wie immer – gehen 50 Prozent der Einnahmen an den Verein „Zukunft entwickeln". (Ein weiterer Spendenzweck war in diesem Jahr die Typisierungsaktion des SV Bentheim und der reformierten Kirchengemeinde.) 

Der Vorsitzende des Vereins „Zukunft entwickeln", Bernd Kolhof, ließ es sich nicht nehmen, aktuelle Bilder von der derzeitigen Kampagne „100 Million" aus Berlin mitzubringen. Dort traf er mit seiner Frau den Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi, der im Bundestag den Einsatz der Politiker für die Abschaffung der Kinderarbeit und Kindersklaverei einforderte. Immer noch sind über 100 Millionen Kinder in sklavenartigen Arbeitsverhältnissen tätig und können keine Schule besuchen. Der Teufelskreis der Armut soll durchbrochen werden. Kailash fordert, dass jedes Kind frei, sicher und gebildet aufwachsen können soll. Dafür sollen sich 100 Millionen Kinder und Jugendliche engagieren, um den ausgebeuteten Kindern eine Stimme zu geben. 

Im Rahmen dieser Kampagne, die auch von Brot für die Welt unterstützt wird, wurde am Burg-Gymnasium am 14.11. der Dokumentarfilm „The Cost of Free" über das Wirken von Kailash Satyarthi gezeigt, der bei der Wiederholung auf dem Adventsmarkt leider nicht das Publikum gefunden hat, das er verdient gehabt hätte. Der Verein „Zukunft entwickeln" ermöglicht Kindern in Nepal den Schulbesuch. Von den Spenden des Burg-Gymnasiums soll dort eine Bibliothek aufgebaut werden. Eine kleine Präsentation der Arbeit und der Kampagne „100 Million" bleibt noch bis Weihnachten im Forum zu sehen.

Text: ENG
Fotos: MEY/SHT