Burg-Gymnasium
Bad Bentheim

Schweinehaltung mit Zukunft?

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Am letzten Schultag vor den Osterferien hatte ich mit meiner Klasse 11b eine Exkursion zum Schweinemastbetrieb der Familie Bodenkamp in Samern geplant. Im Rahmen der Berufsorientierung sollte ein regionales landwirtschaftliches Unternehmen besucht werden, um sich mit der Entwicklung der Landwirtschaft und der dort vorhandenen Arbeitsmöglichkeiten auseinanderzusetzen.

An einem Freitag fuhren wir (bis auf die Verletzten, die sich im Wagen der Klassenlehrerin chauffieren ließen) ganz im Sinne der Intention der "fridays for future" mit dem Fahrrad - dankenswerterweise begleitet von Frau Rodefeld-Honerkamp - nach Samern.

Begrüßt wurden wir dort vom Betriebsleiter van Bebber, der uns in die Hofgeschichte einführte und in die umgebauten Schweineställe einlud, nachdem sich alle - zum Schutz vor Staub - in Ganzkörperoveralls gehüllt hatten.

Die notwendige Sanierung der ca.40 Jahre alten Schweinemastställe war dazu genutzt worden, die Schweinehaltung komplett umzustellen: Offenstallhaltung (Die Seitenwände wurden entfernt und durch Netze zum Schutz vor Zugluft ersetzt)  mit neuen (Duke of Berkshire) und alten (Buntes Bentheimer Landschwein) Kreuzungen bzw. Rassen. Diese Schweine sind robuster  und werden in Gruppen gehalten, die jeweils einen Teil des großen Stalles für sich "bewohnen". Jedes Schwein kann dabei zwischen drei Bereichen (Warmer gedämmter Schlaf-/Wohnbereich als "Höhle" mit Stroh ausgelegt, Ess-/Tätigkeitsbereich mit Fütterung von oben und Trink- und Hygienebereich am Außenrand) wandern.

Als wir den Stall betraten, war von den Schweinen zuerst nichts zu sehen (und zu riechen). Erst als die "Deckel" der "Wohnhöhlen" am Mittelgang hochgefahren wurden, hörte und sah man Schweine, die sich sofort in die Herzen besonders der Schülerinnen grunzten und interessiert die Besucher betrachteten.

Man merkte van Bebber an, dass er für seine Arbeit und die neue Art der Schweinehaltung brennt. Für ihn sei im Laufe seiner Arbeit immer wichtiger geworden, was Schweine für Bedürfnisse hätten und wie man diese erfüllen könne. Dass seine Schweine keine Langeweile und Platznot haben, erkenne man daran, dass die Ringelschwänze fröhlich an ihrem natürlichen Platz säßen und nicht abgebissen würden oder als Schutz abgeschnitten werden müssten.

Diese Art der Schweinehaltung /-mast erfordert mehr Aufwand, da weniger Schweine auf der gleichen Fläche gehalten werden. Das heißt, das Fleisch der - nach ca.4 Monaten Mast auf dem Hof Bodenkamp - geschlachteten Tiere ist teurer. Durch den Zusammenschluss mit Erzeugern, Veredlern und Verbrauchern in der Wertschöpfungskette gelingt es dem Mäster einen angemessenen Preis zu erzielen.

Sieht so die Zukunft der Landwirtschaft aus? Nachdenklich nach dem Blick in eine für die meisten fremde Arbeitswelt fuhren die Schülerinnen und Schüler in die Osterferien.

Text: Eng
Bilder: Claas Witte, Julius Diekel

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Ort: Lingen

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