„Himmelsmechanik auf die Schnelle: Der Mond schiebt sich von der Erde aus betrachtet vor die Sonne und kann diese teilweise oder ganz abdecken – wi[r] sehen eine Sonnenfinsternis.“ So beschreibt es der Astronomische Verein der Grafschaft Bentheim auf seiner Homepage.
Die Sonnenfinsternis vom 10. Juni 2021 führte in der Grafschaft zu einem Bedeckungsgrad von maximal etwa 17%, d.h., dass ca. ein Sechstel der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt wurde. Für die Beobachtung einer stärkeren Bedeckung hätte man nach Nordkanada oder Grönland fahren müssen. Allerdings ergab sich auch dort „nur“ eine ringförmige Sonnenfinsternis. Weil der Mond derzeit recht weit von der Erde entfernt ist, konnte er die Sonne nicht vollständig bedecken, so dass sie noch als Ring um den Mond zu sehen war.
Eine kleine Beobachtungsstation auf dem Schulhof des BGB ermöglichte es auch unseren Schülerinnen und Schülern, das ungewöhnliche Himmelsphänomen zu beobachten. Herr Schönfeld hatte das „Solarscope“ reaktiviert – seinerzeit für den Venustransit 2004 angeschafft. Hier wird ein Bild der Sonne auf einen weißen Schirm projiziert. Die „angeknabberte“ Sonnenscheibe war zwischen 11.30 Uhr und 13.30 Uhr gut zu erkennen. Spezielle Sonnenfinsternisbrillen ermöglichten auch einen direkten Blick auf die Sonne. Herr Ensch baute aus Linsen und Stativmaterial ein Teleskop, um ein Bild der Sonne auf ein Blatt Papier zu projizieren. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen interessiert die Gelegenheit wahr, ihre astronomischen Kenntnisse aufzufrischen.
Die nächste partielle Sonnenfinsternis gibt es bei uns schon am 25.10.2022 zu sehen – wenn das Wetter mitspielt. Eine totale Sonnenfinsternis kann man in Deutschland erst wieder am 3.9.2081 beobachten, aber auch dann nur im äußersten Süden des Landes.
Text: SFD