Das Burg-Gymnasium ist für sein europäisches Schulprojekt über die Corona-Pandemie ausgezeichnet worden. Es erhielt für „#cancelledplans – Growing up in times of a global pandemic“ von der Jury das eTwinning-Qualitätssiegel 2021 für beispielhafte Internetprojekte. Damit verbunden sind hochwertige Sachpreise und Urkunden zur Anerkennung.
Im Projekt haben sich Schülerinnen und Schüler der Altersklasse 16 bis 19 Jahre mit dem Thema „Leben während der Corona-Pandemie“ beschäftigt. Der Titel „#cancelledplans“ bringt es auf den Punkt – das Virus hat viele Lebenspläne durcheinander- und manche Vorhaben zum Scheitern gebracht. Was bedeutet die Krise für mich? Was kann ich aus ihr lernen? Und wie wird es weitergehen? Ihre Erfahrungen während der Schulschließungen teilten die Bad Bentheimer Gymnasiasten mit ihren Projektpartnern aus Frankreich, Belgien, Irland, Italien, Polen, Rumänien und der Türkei. In gemischtnationalen Teams entwickelten sie kreative Ideen, wie sie sich während der Pandemie fit und gesund halten könnten und berichteten über ihre Erlebnisse beim Homeschooling. Ihre Ideen und Erkenntnisse teilten sie in Online-Präsentationen und selbstproduzierten Videos. Als gemeinsame Sprache nutzten die Projektpartner Englisch.
„Das Projekt knüpft in gelungener Weise an die Lebensrealität von Jugendlichen aus sechs europäischen Ländern während der Pandemie an. In internationalen Kleingruppen setzten sie sich kreativ mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf junge Erwachsene auseinander und machten dabei die Erfahrung, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind. Gleichzeitig entwickelten sie hoffnungsvolle Perspektiven. Das Projekt leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Resilienzentwicklung,“ so das Urteil der Jury.
Hintergrund: Was ist eTwinning?
eTwinning ist ein Angebot des europäischen Programms Erasmus+. Schulen und Vorschuleinrichtungen können mithilfe von eTwinning Partnerschaften über das Internet aufbauen und mit digitalen Medien gemeinsam lernen.
Mit dem eTwinning-Qualitätssiegel würdigt der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz herausragende europäische Schulpartnerschaften, die sich durch eine ausgeprägte Zusammenarbeit zwischen den Partnerklassen, kreativen Medieneinsatz sowie pädagogisch innovative Unterrichtskonzepte auszeichnen.
Europaweit sind rund 220.000 Schulen und Kitas bei eTwinning angemeldet und nutzen die geschützte Plattform, um sich auszutauschen und gemeinsam zu lernen. Als Teil des Programms Erasmus+ der Europäischen Union wird eTwinning von der Europäischen Kommission und der Kultusministerkonferenz gefördert. Die Nationale Koordinierungsstelle für eTwinning beim PAD unterstützt die teilnehmenden deutschen Schulen durch Beratung, Fortbildung und Unterrichtsmaterialien.
Text: Antje Schmidt, Pädagogischer Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz