Anfang Juli organisierten die Universität Osnabrück und der Rotary-Distrikt 1850 das Umwelt-„Make@thon“ zum Thema Plastikvermüllung. An dem bundesweiten Online-Wettbewerb nahmen fast 200 Schülerinnen und Schüler teil. Ein Team des Burg-Gymnasiums erzielte den 3. Platz und besuchte das Metabolon, einen Lern- und Forschungsort der Abfallindustrie in Lindlar (NRW).
Nachdem der Make@thon des letzten Jahres Probleme der Corona-Krise zu lösen trachtete, widmete sich die neueste Auflage der Plastikmüll- und Mikroplastikproblematik. Vom 02. bis 11. Juli 2021 entwickelten Schülerinnen und Schüler deutschlandweit kreative Kampagnen, um in ihren Heimatorten auf das Problem aufmerksam zu machen und Lösungsvorschläge zu unterbereiten. Alle 37 eingereichten Kampagnen wurden von einer fachkundigen Jury begutachtet und mit hochkarätigen Preisen dotiert. Beim Wettbewerb kooperierten das Lehrerfortbildungszentrum Nord-West der Gesellschaft Deutscher Chemiker, der Rotary-Distrikt 1850 und die Initiative „EndPlasticSoup“.
Begleitend zum Wettbewerb gab es eine Vortragsreihe zum Thema Umweltschutz mit dem Schwerpunkt Plastikmüll. Mit dabei waren u.a. der Extremschwimmer André Wiersig, die Meereis-Physiker Dr. Stefanie Arndt vom Alfred-Wegener-Institut oder Monika-Lichtinghagen-Wirths vom Bergischen Abfallwirtschaftsverband, der den 3. Preis stiftete.
Das Team des Burg-Gymnasiums erstellte im Rahmen des Make@thons einen Instagram-Account und verschaffte sich durch verschiedene Aktionen Aufmerksamkeit. So sammelte man Müll und trat in Kontakt mit Expertinnen und Experten, um Inhalte für den Account zu erstellen. Es entstanden Videos auf dem Kanal @um_welt_zu_schuetzen, die sich um Upcycling oder Müllsammeln drehten, auf die mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger stießen, die wiederum den Kanal abonnierten und ein positives Feedback hinterließen.
Die Jury war von der Arbeit der vier jungen Frauen, die am BGB in der Umwelt-AG aktiv sind, schnell überzeugt. Die Aufklärungskampagne wurde nicht nur initiiert, sondern zum Teil bereits umgesetzt und mit Behörden und weiteren Beteiligten besprochen, so dass sie weiter ausgebaut werden kann.
Am vergangenen Montag, 14.10.2021, war es dann endlich so weit und der Besuch des Metabolon in Lindlar fand unter Coronabedingungen statt. Die Gewinnergruppe erhielt eine Führung über das weitläufige Gelände, durfte in Labore blicken und sich den Bearbeitungsprozess für Bioabfälle anschauen. Die Anlage im Bergischen Land lässt nicht vermuten, dass einer der höchsten Berge der Region aus reinen Abfällen besteht. Nach einem Aufstieg mit 365 Stufen hatten die vier Grafschafterinnen einen wunderschönen Ausblick.
Die Gewinnerinnen Sarah Feith, Mona Hesping, Lilith Hüsemann und Antonia Weiß besuchen alle die 10. Jahrgangsstufe. Sie wurden über die Schulleitung des BGB auf den Make@thon aufmerksam und freuen sich, dass ihr Beitrag von der Fachjury so positiv beurteilt wurde. Der Bentheimer Beitrag und die anderen Gewinnervideos (2. Preis Haren/Meppen, 1. Preis Steinfurt) sind unter https://www.chemie.uni-osnabrueck.de/forschung/didaktik/makethon/umwelt_makethon.html abrufbar.
Text: Marja Ritterfeld, Rotary-Distrikt 1850 (Red. HUM)