„Was lange währt, wird endlich gut“ – in diesem Fall sogar laut und spektakulär! Nachdem die ersten beiden Anläufe den Corona-Einschränkungen zum Opfer hatten fallen müssen, konnte am letzten Freitag (5.11.2021) endlich der lange geplante Auftritt der „Physikanten“ stattfinden. „Es ist uns ein Herzensanliegen, vermeintlich ‚schwere‘ Wissenschaft leicht und vergnüglich zu präsentieren“, erklärt Diplom-Physiker Marcus Weber, Kopf und Gründer der „Physikanten & Co.“ – und BGB-Absolvent des Abi-Jahrgangs 1990!
Das Konzept ist preisgekrönt: Ihre jüngste Auszeichnung ist die Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), die auch bereits an Ranga Yogeshwar ging. Sogar fürs Fernsehen baut das Team um Marcus Weber eindrucksvolle Experimente, u.a. für „Galileo“ oder „Frag doch mal die Maus“. Im 20-köpfigen Team bilden Physiker, Comedians, Musiker, Schauspieler und Veranstaltungstechniker die explosive Mischung: aufsehenerregend und äußerst unterhaltsam.
Am BGB gab es je eine (die Abstandsregeln einhaltende) Aufführung für die 5. und 6. Klassen bzw. die 7. und 8. Klassen. Lisa, Anastasia und Emma aus der 8b schildern ihre Eindrücke so:
Nach einer kurzen Begrüßung von Frau Meyer-Niehaus eröffnete Rainer Grünebaum die Show mit einer humorvollen Einlage. Zusammen mit „Prof. Dr. Otto Liebermann“ (Hartmut Lehnert) zeigte er uns viele interessante Experimente über die verschiedenen Kräfte der Physik. Zum Beispiel zeigten sie uns zu Beginn der Show ein Experiment mit einem Holzkorpus in Form eine E-Gitarre, einem kleinen, batteriebetriebenem Laser, einer kleinen Fotosolarzelle und einem Verstärker, der per Kabel mit der Fotosolarzelle verbunden war. Immer wenn das Aufeinandertreffen von Laserstrahl auf die Fotosolarzelle unterbrochen wurde, erklang ein Laut. Je nach Gegenstand erklang ein anderer Laut. Schließlich spielten die beiden mit verschiedenen Gegenständen einen kleinen Song.
Für ein weiteres Experiment wurde ein Schüler auf die Bühne gebeten. Dieser Schüler sollte auf einen Plastikhocker steigen und einen Helm mit einem Propeller aufsetzen. Dann sollte er seine Hand an einen sogenannten Van-de-Graaff-Generator legen. Der Van-de-Graaff-Generator wurde eingeschaltet und der Propeller auf dem Helm des Schülers begann zu rotieren.
Eines der erstaunlichsten Experimente war, als mit einem Geschoss riesige Wirbelringe aus Nebel durch den Raum gepustet wurden. Die Wirbelringe flogen über die Zuschauer hinweg durch den Raum und lösten sich auf, sobald sie auf die Decke trafen. Den letzten Wirbelring schleuderte Rainer Grünebaum mitten in die Menge.
Jedes dieser Experimente wurde von Prof. Dr. Otto Liebermann verständlich und interessant erklärt und in einer humorvollen Art und Weise von Rainer Grünebaum begleitet. Insgesamt war es eine lehrreiche und unterhaltsame Show der Physikanten.
Zum Schluss waren sich alle Zuschauer einig: „Die dürfen gerne wiederkommen!“
Text: Lisa Krabbe, Emma Merting, Anastasia Sysoev (alle 8b), SFD