In der vergangenen Woche wurde nach drei Jahren Corona-Zwangspause endlich wieder das Grafschafter Schulorchestertreffen veranstaltet. Am Donnerstagabend präsentierten ab 18 Uhr insgesamt 51 Schüler und Schülerinnen im Forum des Burg-Gymnasiums in Bad Bentheim während eines Konzerts die Ergebnisse. Die Musikerinnen und Musiker aus drei Schulen, dem Lise-Meitner-Gymnasium Neuenhaus, dem Gymnasium Nordhorn und dem Burg-Gymnasium Bad Bentheim hatten sich für drei Tage auf den Weg ins Kloster Frenswegen in Nordhorn aufgemacht, um dort ein musikalisches Programm einzustudieren. Dabei haben sie neue Stücke geprobt, musikalische Erfahrung gesammelt und das Ergebnis dann im Forum des Burg-Gymnasiums vorgestellt, wo das Orchester am 2. März ein buntes Programm aus Klassik, Filmmusik und Pop präsentierte.
„Musik und Rhythmus finden ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele.“ Vor dem Konzert begrüßte Frau Schute die Anwesenden und nutzte unter anderem dieses Zitat des Philosophen Platon, um den Abend einzuleiten. Dann machte das Stück „Cyclone“ von Michael Oare den Auftakt, bereits hier war deutlich zu erkennen, wie gut das Orchester auch nach so kurzer gemeinsamer Probezeit aufeinander eingespielt war. Als Nächstes durften die Zuschauerinnen und Zuschauer das Stück „Scheherazade“ von Nikolai Rimsky-Korsakov genießen und sich anschließend am fröhlichen und schwungvollen Stück „Baba Yetu“ von Christopher Tin sowie dem „Walzer Nr. 2“ des Komponisten Dmitri Schostakowitsch erfreuen. Das Stück „Time“ von Hans Zimmer wurde vom Grafschafter Schulorchester dramatisch und spannungsvoll dargeboten, um anschließend mit „Roar“ und „Born to Be Wild“ auch bekannte Lieder aus dem Pop-Genre aufzuführen. Zum Schluss spielte das Orchester das Stück „Running up that Hill“, das durch die Netflix-Serie „Stranger Things“ neue Bekanntheit erlangt hat. Nach einem riesigen Applaus rundete eine Zugabe in Form des Titels „Bohemian Rhapsody“ von Queen das Konzert und die hörbar gelungenen Orchestertage ab. Zum Abschluss verteilte Frau Schute Blumensträuße, verbunden mit einem großen Dankeschön an die Lehrkräfte Monika Neumann (Lise-Meitner-Gymnasium), Alexander Neubauer und Peter Scholz (Gymnasium Nordhorn) sowie Tomke Boomgarden (Burg-Gymnasium Bad Bentheim). Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Konzert, auf dem wir sicherlich viele von den Mitwirkenden wiedersehen werden!
Interview mit Frau Boomgarden, die auch Dirigentin beim Orchestertreffen war
Seit wann gibt es das Orchestertreffen schon?
„Dieses Orchestertreffen (Grafschafter Orchestertreffen) gibt es seit 2017 in dieser Konstellation mit Nordhorn und mit Neuenhaus, also mit drei Schulen.“
Findet das Orchestertreffen jedes Jahr einmal statt?
„Das ist jedes Jahr einmal, wenn nicht gerade Corona ist. Das ist jetzt das erste Mal nach Corona und wir freuen uns, dass es wieder stattfindet.“
Welches Lied hat Ihnen am besten gefallen einzustudieren?
„Mir hat natürlich alles Spaß gemacht!“
Ist die Aufführung so gewesen, wie Sie es sich vorgestellt haben?
„Ja tatsächlich! Also die Schüler sind super, die haben das super gemeistert und so haben wir uns das erhofft. Das war richtig toll!“
Wie waren die Probentage?
„Lang! Wir sind früh am Morgen angefangen, na ja, was heißt früh? So um 9 Uhr, aber dann auch teilweise bis 21 Uhr abends, also 12 Stunden mit Unterbrechungen. Gestern war ein langer Tag und heute natürlich durch die Busfahrt hin und her und dadurch, dass wir die ganzen Sachen wieder einräumen und aufbauen mussten.“
Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?
„Ich finde es immer großartig, mit Schülern einfach zusammen Musik zu machen und wenn so etwas Tolles daraus entsteht!“
Interview mit Lea Brookmann, Gymnasium Nordhorn (Stufe 13)
Wie lange habt ihr geprobt?
„Unterschiedlich. Meistens hatten wir von 8 bis 9 Uhr Frühstück, dann haben wir um 9 Uhr angefangen zu proben. Zwischendurch hatten wir dann eine Pause. Um 12.30 Uhr gab es dann Mittagessen und danach noch bis zum Abendbrot, also haben wir immer zwischen den Mahlzeiten geprobt. Abends dann nochmal bis 21 Uhr. Das war Dienstag und Mittwoch so. Heute [Donnerstag] Morgen waren wir früh fertig, also so um 11 Uhr. Da hatten wir dann bis zum Mittagessen frei.“
Welches Lied hat dir am besten gefallen zu spielen?
„Ich fand tatsächlich „Born to Be Wild“ am besten, aber es ist eine schwierige Entscheidung.“
Wie lange spielst du schon Geige?
„13 Jahre schon.“
Einige Stimmen von Schülerinnen und Schülern, die das Konzert besucht haben
Warum wart ihr bei dem Konzert dabei?
„Das Schülerorchester ist jedes Jahr eine sehr schöne Veranstaltung und man kennt ja auch einige Schüler und die möchte man dann gerne sehen, wie zum Beispiel Geschwister oder Mitschüler.“
Welches Stück hat euch am besten gefallen?
„Das ist eine ganz schwere Frage. „Roar“ war echt cool oder „Running up that Hill“, weil wir das auch aus den sozialen Medien kennen.“
„Vor allem, dass das Orchester auch aktuelle Musikstücke also Popsongs gespielt hat, fanden wir schön.“
Wie fandet ihr die Aufführung?
„Ich finde es sehr inspirierend, dass sie in so kurzer Zeit so viele Stücke erlernt haben und so schön harmonieren.“
Text: BGBlog: Nele Schilling, Maja Schwind, Anita Huisjes