Burg-Gymnasium
Bad Bentheim

Besuch des belgischen Jugendbuchautors Do van Ranst

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Bereits zum wiederholten Male organisierte die Fachgruppe Niederländisch den Besuch des bekannten flämischen Jugendbuchautors Do van Ranst bei uns am Burg-Gymnasium vom 28. bis 30. Juni 2023 im Rahmen des Niederländisch-Unterrichts. Im Zuge der Förderung des Erasmus+-Programms wurde das Projekt ebenfalls finanziell unterstützt von der Nederlandse Taalunie.

Do van Ranst schreibt seit 1999 diverse Kinder- und Jugendbücher und erhielt nebst Literaturpreisen in Belgien auch 2007 in Deutschland den Deutschen Jugendliteraturpreis für sein Werk „Wir retten Leben, sagt mein Vater“ (ndl. „Mijn vader zegt dat we levens redden“).  

Mit seinen vielen mittlerweile auch auf Deutsch erschienenen Jugendbüchern im Gepäck hielt er für die Niederländisch-SchülerInnen in den Jahrgangsstufen 7 bis 12 spielerische Lesungen von jeweils etwa 1,5 Stunden, die die Schüler als sehr kurzweilig empfanden.

Im Vorfeld erarbeiteten die SchülerInnen das Œuvre des Autors sowie seine Biografie. Die von diesen in dieser ersten Phase der Vorbereitung entwickelten Fragen wurden dann während der Lesungen auf Niederländisch gestellt. Do van Ranst beantwortete die Schülerfragen ausführlich und mit großer Anschaulichkeit.

So sprach er unter anderem auch über sein Leben als Autor. Das Schreiben, so van Ranst, fiele ihm am leichtesten, wenn er nicht am Schreibtisch sitze, sondern an belebten Orten wie in Restaurants und Cafés schreibe, an denen er immer mit offenen Ohren und Augen neue Schreibideen und -inspirationen entdecke. So erzählte er den SchülerInnen am Beispiel seines Romans „Moeders zijn gevaarlijk met messen“, dass er diesen Titel gewählt habe, da ihn dieser Satz, ein Zitat aus seinem ersten Buch „Boomhuttentijd“, gefallen habe und bereits seine Mutter stets mit einem Messer Gemüse schnippelnd in der Küche gearbeitet habe.

In dem Roman geht es um einen Jungen, dem es wichtig ist, dass seine Mutter zu Hause ist, wenn er aus der Schule kommt. Der Autor erläuterte anschaulich, wie sich die Schreibidee dann konkretisiert habe, es fehlte allerdings noch ein triftiger Grund, weshalb die Mutter des Jungen stets zu Hause sein sollte. Arbeitslosigkeit erschiene ihm zu profan. Do van Ranst berichtete weiter, dass er in einem Restaurant ein, wie sich später in einem Gespräch mit den beiden herausstellte, Geschwisterpaar beobachtete, von dem das eine Mädchen das andere fütterte und zu trinken anreichte, da die Schwester mehrfach behindert war. Diese Begegnung wiederum verarbeitete van Ranst in seinem Roman, der Grund für die Mutter, stets zu Hause zu sein, war gefunden, der Junge „bekam“ eine Schwester, die ebenso gepflegt werden musste von der Mutter.

Dieses Interesse, die Begeisterung an Geschichten, die einem im Alltag begegnen, wurden während der Lesungen deutlich. Die Zuhörenden stellten ihre Fragen in dieser ungezwungenen Runde auf Niederländisch, die der Autor – auch als es um seinen monatlichen Verdienst ging – ausführlich und anschaulich beantwortete. Zuweilen stellte er selbst ebenfalls Fragen an die SchülerInnen. So erfuhren sie, dass der Schaffensprozess von der Schreibidee bis zur Fertigstellung eines Jugendbuches nicht, wie von manchen Schülern geschätzt, einen Monat dauere, sondern durchaus auch neun Monate dauern könne. Auch dass von einem Buch lediglich 10% an den Autor gingen, erfuhren sie in dem Zusammenhang.

In der Nachbereitung wurde diese sicher sehr lehrreiche Begegnung besprochen und kritisch reflektiert. Es zeigte sich, dass die TeilnehmerInnen diese Lesung als sehr interessant und inspirierend empfanden, ein Schüler äußerte sich gar, Do sei sein Idol aufgrund seiner ruhigen und enthusiastischen Art.

Das Projekt, von annähernd allen Schülern als „definitiv empfehlenswert“ bezeichnet, war eine rundum gelungene Begegnung, die eine Bereicherung nicht nur für die landeskundliche und sprachliche Weiterbildung der SchülerInnen war, sondern ihnen im besten Fall „Appetit“ gemacht hat, spannende Geschichten auch in Liedern oder Hörspielen zu suchen sowie offenen Auges durch das Leben zu gehen – immer auf der Suche nach kleinen Begebenheiten.

Text: Nadine Raabe
Bilder: RBE, HSJ

Termine

Ort: Lingen - Jugendherberge

21.11.2026, 10:00 Uhr
Tag der offenen Tür

beginnt mit Kindern und Eltern gemeinsam im Forum.

Die Kinder können dann an unterschiedlichen Workshops teilnehmen. Weil die Workshops in gleichbleibenden Gruppen durchlaufen werden, ist es wichtig, dass alle gleich zu Beginn um 10 Uhr in der Schule sind.

Ab ca. 12.00 Uhr besteht für alle die Möglichkeit, das leckere Essen in der Mensa für 3€ pro Person zu probieren.

27.11.2026, 14:00 Uhr - 17:00 Uhr
Adventsmarkt
Weitere Termine finden Sie hier »
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