Burg-Gymnasium
Bad Bentheim

„Sonnenallee“ und „Speziallager“ – die DDR in der Rückschau

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„Aufarbeitung. Die DDR in der Erinnerungskultur“ heißt eine Ausstellung, die seit dem 8. September 2023 in der Mensa des BGB zu sehen ist. Auf 20 Plakaten finden sich sachliche Überschriften wie „Gedächtnis“ oder „Aneignung“, aber auch neugierig machende Titel wie „Wisch und weg“, „Geheimnisse“, „Töpfchendebatte“ oder „Osttrotz“.

Beispielsweise erfährt man unter „Doppelte Vergangenheit“, dass die nationalsozialistischen KZs Buchenwald und Sachsenhausen nach dem Zweiten Weltkrieg weiter genutzt wurden. Als sowjetische „Speziallager“ dienten sie von 1945 bis 1950, um ehemalige NS-Funktionäre zu internieren, aber auch Gegner des sowjetischen Gesellschaftsmodells – des Kommunismus –, zu inhaftieren. „Jeder Vierte von ihnen verhungerte oder erfror elendig“, so die Auskunft auf dem Plakat. Um die Orte mit doppelter Diktaturvergangenheit sei in den 1990ern ein erbitterter Streit um die Erinnerungskonkurrenz entstanden. Dessen Erkenntnis sei am Ende gewesen, dass die NS-Verbrechen nicht mit dem Verweis auf die DDR relativiert werden dürften, dass aber auch das kommunistische Unrecht nicht bagatellisiert werden dürfe.

Wie zweischneidig und persönlich gefärbt die Erinnerung an die DDR ist, zeigt sich an Spielfilmen, die auch im Unterricht am BGB zu sehen sind. Das Plakat „Lachen“ informiert etwa über die Komödie „Sonnenallee“, die das Fazit der Hauptfigur markiert: „Ich war glücklich in der DDR, weil ich jung und verliebt war“. Dagegen hätte der Spielfilm „NVA“ über die „Nationale Volksarmee“ der DDR bei „gedienten“ Zuschauern das Resümee hinterlassen: „Genau so war es – genau so dumm und sinnlos“. Uns schließlich sei den Betrachtern des Films „Das Leben der Anderen“ das Lachen über die DDR im Halse stecken geblieben, als die Unterdrückung der Bevölkerung durch die Staatssicherheit deutlich geworden sei.

Die Schülerinnen und Schüler des Werte-und-Normen-Kurses der Jahrgangsstufe 11 gewannen als Erste Eindrücke von der Ausstellung, die die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur bereitstellt und die von den Historikern Ulrich Mählert und Stefan Wolle erarbeitet wurde. Die Plakatausstellung ist einige Wochen während der Mittagspause für alle in der Mensa zugänglich.

Text und Bilder: HUM

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