In der Projektwoche gab es für die 5. und 6. Klassen das Angebot „Mach, was du willst“ unter der Leitung von Ursula Wissing zusammen mit Noel Hüwe. In diesem Projekt ging es um die Notwendigkeit der Grundrechte und ihre Bedeutung.
Zuerst wurde den Schülern die Entwicklung der Grundrechte im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg nähergebracht und durch Arbeitsblätter verdeutlicht. Den Schülern wurde erklärt, wie eine Diktatur funktioniert und warum es so wichtig ist, dass sie durch das Grundgesetz verhindert wird. Sehr oft fielen die Worte „NIE WIEDER“, um zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass es nicht wieder zur Diktatur kommt. Die Kinder beschlossen zusammen, dass folgende Regeln am wichtigsten sind: „1. Die Gesetze müssen für alle gelten“, „2. Jeder muss so geachtet und anerkannt werden, wie er bzw. sie ist“ und „3. Jeder muss sein Leben gestalten können“.
Das Highlight der Woche fand am Dienstag (18.06.2024) durch einen richterlichen Besuch statt. Nora Neumann, Richterin am Amtsgericht Nordhorn, erzählte den Kindern, für wen welche Arten an Regeln gelten, warum es Regeln gibt, wie sie entstanden sind und wie wichtig sie sind. Sie machte den Schülern klar, dass jeder einen Wert hat, jeder eine Handlungsfreiheit hat und jeder vor dem Gesetz gleich ist. Alle sollen gleichgestellt sein und ihre Meinung frei äußern dürfen. Sie erzählte, was ihr in ihrem Beruf begegnet, und nannte Beispiele, z.B. Schule schwänzen oder zu schnelles Fahren.
Die Schüler hörten interessiert zu und stellten nachher viele Fragen, wie z.B. „Wurden Sie schon mal bedroht?“ oder auch „Wurde schon einmal versucht, Sie zu bestechen?“. Beide fragen bejahte sie. Abschließend kann man sagen, Frau Neumann unterstrich das, was die Schüler im Unterricht besprochen hatten. Dabei machte sie klar, dass man durch das Grundgesetz viele Freiheiten hat, man sich aber trotzdem an Regeln halten muss.
Text: Mia Winterhoff (9b), Leonie Herms (7c)