In dem Projekt „Schule ohne Rassismus“ ging es darum, sich ein Bewusstsein darüber zu bilden, was Diskriminierung überhaupt ist und was wir dagegen tun können. Handlungsstrategien wurden erläutert und ausprobiert. Geleitet wurde das Projekt von Cirsten Strubbe, Cristina Möller und Hannelore Scholz. Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 12.
Diskriminierung ist ein aktuelles Thema. Weltweit gibt es häufig Vorfälle, bei denen Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Religion und Weltanschauung etc. diskriminiert werden. Befragungen zum Thema Rassismus gegenüber schwarzen Menschen in 13 EU-Ländern haben gezeigt, dass dieses Problem in Deutschland am größten ist und in den vergangenen Jahren noch zugenommen hat.
Eine Umfrage, die das Projekt „Schule ohne Rassismus“ Anfang der Woche durchführte, zeigte, dass Diskriminierung auch an unserer Schule kein seltenes Phänomen ist. Etwa 50% der Schülerinnen und Schüler gaben an, am BGB Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht zu haben. Als Grund wurde häufig die Herkunft und Nationalität genannt. Den Einfluss von sozialen Medien schätzten die Schülerinnen und Schüler hoch ein. Hier sind es vor allem Hasskommentare, rassistische Nachrichten über WhatsApp und diskriminierende Witze.
Highlight des Projekts war der Besuch des Psychologen Hoang Duc Vu. Er erklärte, was Rassismus bedeutet. In vielen interaktiven Spielen erfuhren die Schülerinnen und Schüler selbst eine Ausgrenzung aufgrund von Kleinigkeiten wie etwa der Farbe ihrer Schuhe. Insgesamt war das Projekt sehr lehrreich. In Zukunft werden solche Projekte hoffentlich weiterhin durchgeführt und für die gesamte Schule zugänglich sein. Auch die Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wäre erstrebenswert.
Text: Melanie Mack (9a), Anna Wiese (9a)