Am 14. Februar 2025 besuchte die Geschichtsforscherin Erika Klanke das Burg-Gymnasium, um die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10b und 10c – die 10a folgt eine Woche später – über die NS-Lokalgeschichte zu informieren. Begleitet wurde sie von Hermann de Leve, dem Sohn des gleichnamigen Widerständlers.
Zunächst umriss sie das Bentheimer NSDAP-Machtzentrum an der ehemaligen Adolf-Hitler-Straße (zuvor und danach Hilgenstiege). Danach erläuterte sie das Treiben des fanatischen Kreisleiters Josef Ständer. Sie ging dabei insbesondere auf die Verfolgung des sozialdemokratisch gesinnten Heinrich Kloppers ein, dessen Leben im KZ Neuengamme endete.
Nach dem Vortrag im Klassenzimmer ging es weiter in die Ausstellung im BGB-Forum. Dort enthüllte Klanke dann die Identität ihres Begleiters: Hermann de Leve junior stellte sich zum Foto seines Vaters Hermann de Leve senior, Mitbegründer des SPD-nahen Arbeiter-Turn-Sportvereins – und in der NS-Zeit Repressalien ausgesetzt.
Klankes Besuch kam bei den Zehntklässlern gut an – Geschichtsunterricht mit viel Ortsbezug. Die Ausstellung ist weiterhin in der Mittagspause in der Mensa zu besichtigen.
Text und Bilder: HUM