Der Abend begann mit einer herzlichen Begrüßung von Frau Iking und sie setze den Rahmen für die feierliche Verleihung des ebb-Umweltpreises sowie die zweite Informationsveranstaltung zum Fernwärmenetz der Stadt.
Herr Dr. Pannen beleuchtete die aktuelle Energieversorgungssituation in Bad Bentheim. Er wies darauf hin, dass derzeit 90 Prozent des Energieverbrauchs noch aus fossilen Energieträgern stammten, und unterstrich die Dringlichkeit, bis 2045 substanzielle Änderungen herbeizuführen. Bereits beim Stadtschützenfest im Spätsommer hatte er festgestellt, dass das Thema der langfristigen Wärmeplanung nicht nur in den kommunalen Gremien, sondern auch in den Nachbarschaften weitreichend diskutiert wurde. Ziel der Stadt Bad Bentheim sei es, eine transparente und gerechte kommunale Wärmeplanung zu schaffen.
Der Klimawandel als ein globales Phänomen stelle ein zentrales Anliegen dar. Herr Dr. Pannen erinnerte sich an einen Besuch bei den achten Klassen des Burg-Gymnasiums, bei dem die Schülerinnen und Schüler über die Relevanz verschiedener Zukunftsthemen abstimmen sollten. Über 80 Prozent der Jugendlichen sahen den Klimawandel als äußerst wichtig an, während Themen wie Arbeitsplatzsicherung oder Zuwanderung – verständlicherweise in dem jungen Alter der Lernenden – weniger im Fokus standen. Diese Erkenntnis des Besuchs der Klassen unterstreicht den Wunsch der jungen Generation nach einer ökologisch nachhaltigen Zukunft und einer gerechten Gesellschaft. Die Stadt Bad Bentheim ist seit 2017 klimaneutral in Bezug auf die Stromversorgung. Dennoch strebt die Stadt an, bis 2025 eine Energiegenossenschaft zu gründen, um Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen gleichermaßen von den Fortschritten in der Energieversorgung profitieren zu lassen.
Nach den einführenden Worten stellte Michael Zier vom Unternehmen Evety viele Zahlen und Berechnungen für die Stadt vor. Da rund die Hälfte der von seinem Vorredner benannten 90 Prozent aus fossilen Energieträgern auf die Wärmeversorgung der Stadt entfallen, bestehe hier ein großes Potenzial. Es folgte dann die Vorstellung der verschiedenen Projekte von Schulen und Vereinen durch Herrn Hofschröer. In der Abstimmung für den ebb-Umweltpreis erhielt das Schüttorfer Projekt „Wallhecke“ den 1., das Gildehauser Projekt „Biene macht Schule“ den 2. und das Projekt „Wiese und Burg“ des Burg-Gymnasiums den 3. Platz.
Insgesamt war der Abend ein Zeugnis für das Engagement der Stadt Bad Bentheim für eine nachhaltige Zukunft – ein Ansatz, der sowohl die gegenwärtigen Herausforderungen des Klimawandels als auch die Bedürfnisse der kommenden Generationen in den Blick nimmt. (Weitere Informationen dazu finden Sie unter GN, Ausgabe vom 06.02.2025, S. 19.)
Text: GRA