In der vergangenen Woche nahm eine Delegation unserer Schule – bestehend aus zwei Lehrkräften und zwei Schülern der Aktiven SV – am Auftakt- und Richtfest des Programms „Gesund Leben Lernen“ (GLL) in Hannover teil. Damit beginnt für uns eine zweijährige Projektlaufzeit von 2025 bis 2027, in der wir als Schule ein Gesundheitsmanagement entwickeln und etablieren werden, das die bereits bestehenden Strukturen vertiefen hilft.
Nach der Anreise mit dem Zug begann die Veranstaltung um 9:30 Uhr in der Akademie des Sports. Nach einem freundlichen Empfang mit Kaffee, Tee und Obst folgte die Begrüßung durch den GLL-Projektleiter Jan Kreie. Den Auftakt machten die sogenannten „Richtfestschulen“ – also Schulen, die ihren Projektzeitraum abgeschlossen haben. Sie präsentierten in kurzen Beiträgen ihre persönlichen Highlights und gaben so lebendige Einblicke, wie vielfältig die Schwerpunkte im Verlauf des GLL-Projektes gesetzt werden können.
Im weiteren Verlauf trennte sich das Programm: Während die Schülerinnen und Schüler an einem eigenen Workshop unter dem Titel „GLL – Wir machen mit“ teilnahmen und dort eigene Ideen entwickelten, hörten die Lehrkräfte Fachvorträge und konnten im Rahmen eines Galerie-Rundgangs mit Schulen und Projektpartnern ins Gespräch kommen. Dieser Austausch war besonders wertvoll, da die bereits erfahrenen Schulen ihre Ergebnisse vorstellten und konkrete Tipps gaben, wie GLL in den Schulalltag eingebunden werden kann.
Am Nachmittag präsentierten auch die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse. Anschließend hielt Dr. Birgit Nieskens einen Fachvortrag über Gelingensbedingungen für gesunde Prozesse und Strukturen in Schulen. Besonders positiv war, dass wir bereits an diesem Tag unsere persönliche Fachbegleitung Lydia Aust kennenlernen konnten, die unsere Steuergruppe in den kommenden zwei Jahren intensiv mit Beratung, Impulsen und fachlicher Expertise unterstützen wird.
Feierlicher Höhepunkt des Tages war die Überreichung der GLL-Schilder an die Richtfestschulen durch Marco Hartrich, Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium. Gleichzeitig wurden die neuen Projektschulen offiziell begrüßt, zu denen nun auch wir gehören. In der Abschlussrunde wurde zudem die Möglichkeit eröffnet, sich schulübergreifend zu vernetzen und so von den Erfahrungen anderer zu profitieren.
Um 16 Uhr endete die Veranstaltung. Auch wenn die Deutsche Bahn für ein kleines Abenteuer bei der Rückfahrt sorgte, kamen wir nach diesem Tag voller positiver Eindrücke zurück nach Bad Bentheim. Wir konnten viele Anregungen und Ideen für unsere Arbeit vor Ort mitnehmen. Besonders wichtig war für uns die Botschaft, dass das Programm von einer großen Flexibilität lebt: Es ist kein Problem, wenn in der Projektlaufzeit nicht jedes Vorhaben sofort umgesetzt wird, vielmehr geht es darum, nachhaltig zu arbeiten und die Stärken der Schule – im Sinne der Salutogenese – in den Mittelpunkt zu rücken. Wir blicken gespannt auf die kommenden zwei Jahre und freuen uns, das Programm an unserer Schule umzusetzen!
Text: A. Huisjes