Am 22. Januar 2026 fand an unserer Schule ein ganz besonderes Projekt der zweiten Fremdsprachen statt. Ursprünglich als „französisches Projekt“ geplant – inspiriert von der Cinéfête und dem Deutsch-Französischen Tag – wurde das Konzept erweitert: Die Lateiner und Niederländisch-Schülerinnen und -Schüler schlossen sich an. So entstand ein vierstündiges vielseitiges Projekt, das von den einzelnen Fachschaften jeweils speziell für ihre Sprachgruppen organisiert wurde.
Die Französischgruppen beschäftigten sich intensiv mit den deutsch-französischen Beziehungen. Dabei ging es um persönliche Erfahrungen, typische Klischees und politisch-historische Entwicklungen. Spielerisch wurde es bei den Sechstklässlern, die deutsch-französische Begriffspaare suchten und anschließend damit Memory spielten. Abgerundet wurde das Programm durch bekannte französische Filme wie z.B. Les Choristes und Intouchables, die für emotionale und zugleich nachdenkliche Momente sorgten.
In den Niederländischgruppen stand die niederländische Musik im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler lernten unter anderem die Band Lennaert en de Bonski’s kennen, hörten weitere niederländischsprachige Musik und tauchten mit niederländischen Filmen in die Sprache und Lebenswelt unseres Nachbarlandes ein.
Bei den Lateinern wurde die Antike lebendig: Es wurden nicht nur antike Spiele gebastelt und ausprobiert, sondern auch neue kreiert. So gelang es den Siebtklässlern, ein Würfelspiel in Anlehnung an ein antikes Spiel zu entwickeln und zu testen. Von antiken Bewegungsspielen bis hin zu Brettspielen war alles vertreten. Zudem gingen die Schülerinnen und Schüler der Frage nach, wo uns Latein heute noch begegnet, und setzten sich kreativ mit dem Europa-Mythos auseinander, indem sie eine Comicreihe dazu gestalteten.
Ein Highlight des Projekttags war in allen Sprachgruppen das gemeinsame Buffet, das für eine internationale und gesellige Atmosphäre sorgte. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur miteinander ins Gespräch kommen, sondern auch kulinarisch auf Entdeckungsreise gehen. Je nach Sprache gab es französische, niederländische und römische Speisen, ergänzt um viele weitere Köstlichkeiten. Besonders stilecht: Einige der Lateiner ließen es sich ganz nach römischer Manier im Liegen schmecken.
Der Projekttag war für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis: abwechslungsreich, kreativ und gemeinschaftlich. Er zeigt eindrucksvoll, wie lebendig Sprachenunterricht sein kann und dass es Freude es macht, Sprache und Kultur gemeinsam zu entdecken.
Text: KST