Am 24. Februar 2026 las Celina Keute am BGB aus den Lebenserinnerungen ihres Urgroßvaters, die unter dem Titel „Schüsse in der Stille: Hermann Kronemeyers Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg“ auf dem Buchmarkt erschienen. Keute stellte den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 einzelne Kapitel vor, stellte Zusammenhänge dar und zeigte etliche zeitgenössische Fotografien. Sie sprach beispielsweise über Kriegsgefangene, die ihre Familie en passant mit Essen unterstützt habe, erwähnte den Luftkampf über der Niedergrafschaft, erzählte von den Fahrrad-Requisitionen in den Niederlanden und schilderte Ausspähungen an der Front, die ihr Uropa auch mit dem Leben hätte bezahlen können.
Keute, die für Frieden und Völkerverständigung eintritt, hat mit dem Porträtierten jemanden im Buch beschrieben, der nahe an der Zuhörerschaft ist: Hermann Kronemeyer wurde mit 17 Jahren vom NS-Staat als Soldat eingezogen – war also in etwa im Alter der Schülerinnen und Schüler. Keutes Präsentation war für die Schüler so ergiebig, dass die Fragen, die sich im Verlauf aufgetan hatten, am Ende ohne Nachfragen beantwortet waren – so die durchweg zufriedene Auskunft in der Rückmelderunde.
Text und Bilder: HUM