Derzeit – März 2026 – ist die Plakatausstellung „Die Partei hat immer recht“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in der Mensa zu sehen. Wer schon immer wissen wollte, was in der DDR mit „Rotlichtbestrahlung“ gemeint war oder wie das Liebesleben auf Parteigruppensitzungen verhandelt werden konnte, ist bei dieser Ausstellung ganz richtig!
Malena Hengstmann, Felix Brinkmann und David Pösl schreiben zur Ausstellung:
Die Ausstellung „Die Partei hat immer recht“ beschäftigt sich mit dem Leben in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und zeigt, wie stark Politik und Alltag der Menschen miteinander verbunden waren. In der DDR hatte die Partei, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED), die Macht im Staat. Viele Entscheidungen wurden von ihr bestimmt und Kritik an der Regierung war oft nicht erlaubt. Auf den Plakaten der Ausstellung wird deutlich, wie das politische System funktionierte und welchen Einfluss es auf das Leben der Bevölkerung hatte.
Ein wichtiger Teil der Ausstellung beschäftigt sich auch mit dem Alltag der Menschen. Themen wie Arbeit, Schule, Freizeit und das Leben in der Gemeinschaft werden gezeigt. Gleichzeitig wird aber auch darauf aufmerksam gemacht, dass es in der DDR Einschränkungen gab. Dazu gehörten zum Beispiel eine eingeschränkte Meinungsfreiheit, Reiseverbote und staatliche Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit.
Heute sprechen manche Menschen von Ostalgie, wenn sie sich an bestimmte Dinge aus der DDR erinnern. Dabei geht es häufig um Produkte, Fernsehsendungen oder den Zusammenhalt im Alltag. Diese nostalgischen Erinnerungen können verständlich sein, weil viele Menschen persönliche Erfahrungen und Erinnerungen mit dieser Zeit verbinden. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung aber auch, dass das Leben in der DDR nicht nur aus positiven Erinnerungen bestand. Viele Freiheiten, die heute selbstverständlich sind, gab es damals nicht.
Die Ausstellung hilft deshalb dabei, Geschichte besser zu verstehen und sich kritisch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Besonders für Schülerinnen und Schüler ist es interessant zu sehen, wie unterschiedlich das Leben in Deutschland früher war und wie wichtig Freiheit, Demokratie und Meinungsvielfalt heute sind.
Schülertext und Bildunterschriften: Malena Hengstmann, Felix Brinkmann, David Pösl (alle Jgst. 13)
Bilder: HUM