Am 14. September 2026 war die ehemalige Schülerin Ana Lena Völlmecke zu Gast am Burg-Gymnasium. Vor Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 12 und 13 berichtete sie von ihrem Studium der Meeresbiologie in Bremen und insbesondere von ihren vielfältigen Praktikumserfahrungen im Ausland.
Ob biologieinteressiert oder nicht, jede Schülerin und jeder Schüler konnte hoffentlich etwas aus ihrem Vortrag mitnehmen. Denn zum Abschluss machte Ana allen Mut, ihre Ziele zu verfolgen und jede Chance zu nutzen: „Wenn ihr etwas wollt und euch dahinterklemmt, dann kann man auch bekommen, was man will.“
Dass ihre Praktika, die von außen betrachtet oft aufregend und erstrebenswert aussehen, auch unschöne, langweilige oder schwierige Situationen mit sich bringen, machte Ana dabei ganz transparent. Beispielsweise musste sie immer wieder, manchmal tagelang, ohne fließendes Wasser und Strom auskommen oder unter einfachsten Bedingungen wohnen. „Das muss man wollen und in Kauf nehmen“, fasste sie ihre Erfahrungen zusammen. Gleichzeitig betonte sie, dass sie alle ihre Praktika genauso wieder machen würde, da man aus jeder Erfahrung etwas für sich mitnehmen und neue Möglichkeiten kennenlernen könne.
Ein besonderer Schwerpunkt ihres Vortrags lag auf ihrer zweimonatigen Zeit auf den Galápagos-Inseln. Anschaulich stellte sie dar, warum die Inselgruppe für die Forschung so einzigartig ist. Viele endemische Tier- und Pflanzenarten, vulkanische Landschaften, besondere Meeresströmungen und ein strenger Naturschutz prägen die Inselgruppe. Dabei ging sie auch auf Charles Darwin und seine Beobachtungen der berühmten Darwinfinken ein, die wesentlich zur Prägung der heutigen Evolutionstheorie beitrugen. So stellte sie auch einen direkten Bezug zu den im Biologieabitur erwarteten Kompetenzen her. Die Schülerinnen und Schüler erhielten zudem Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeitsweise in der Mangrovenforschung.
Besonders eindrucksvoll waren die persönlichen Erfahrungen und Bilder, die Ana von ihren Tauchgängen mit Walhaien und anderen Meereslebewesen auf den Galápagos-Inseln und den Philippinen teilte. So berichtete sie unter anderem von der sogenannten Photo-ID bei Walhaien. Mithilfe der individuellen Punktmuster unterhalb der Kiemen können die Tiere, ähnlich wie anhand eines Fingerabdrucks, eindeutig identifiziert und über längere Zeit beobachtet werden.
Weitere Stationen ihrer Arbeit führten sie nach Brasilien, wo sie mithilfe von Drohnenüberwachung Delfinpopulationen erforschte. Danke Ana, dass du da warst und deine Erfahrungen geteilt hast.
Text: MGT