Burg-Gymnasium
Bad Bentheim

Schülerinnen erinnern an Gustav Cahn

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Im Rahmen der Nachdenk-Zeit im reformierten Haus der Gemeinde anlässlich des 80. Jahrestages der Zerstörung der Bentheimer Synagoge erinnerten Schülerinnen der 10. und 11. Jahrgangsstufe an die Geschehnisse in Bentheim – auch Schüler beteiligten sich an der Zerstörung des Inventars der Synagoge – und an die beiden letzten in Bentheim lebenden Juden, Joel Wertheim und Gustav Cahn, die im Alter von 78 bzw. 76 Jahren 1942 deportiert wurden und den Transport ins Lager nicht überlebten (gelten offiziell als verschollen).

Anschließend versuchte Rainer Deters mithilfe eines Hitlerzitats über die Gleichschaltung der Jugend zu erklären, wie Menschen zur Unmenschlichkeit und Gewissenlosigkeit erzogen werden konnten. Der Bürgermeister Dr. Volker Pannen mahnte die Anwesenden, allen Tendenzen der Menschenverachtung Einhalt zu gebieten und an der Gewissensbildung mitzuwirken. Danach wurde am Standort der Synagoge der Ereignisse und Opfer eine halbe Stunde lang schweigend gedacht. Von den Beteiligten wurden 200 Euro für die Jerusalem Foundation gespendet. Auch für die nächsten Jahren ist eine Gedenkveranstaltung mit Schülerbeteiligung vorgesehen. 

(ENG)