Burg-Gymnasium
Bad Bentheim

Etwas fürs Leben gelernt

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Am Dienstag, den 21.1.2020 begab sich die Klasse 8a im Rahmen des Politikunterrichts (der Jugendliche in der Rechtsordnung) zum Amtsgericht nach Nordhorn.

Um neun Uhr eröffnete Richter Ratering die Verhandlung gegen einen 36-jährigen Neuenhauser. Der Staatsanwalt klagte ihn an, bewegliche Güter im Wert von 500€ unterschlagen zu haben, als er im Zuge einer drohenden Zwangsräumung aus einer gemieteten Doppelhaushälfte ausgezogen sei.

Im Laufe des Verfahrens wurde der Angeklagte zur Sache vernommen sowie der als Zeuge erschienene ehemalige Vermieter. Aufgrund der Länge des Vorstrafenregisters des Angeklagten und der noch laufenden Bewährungsstrafen gegen ihn wurde auch sein Bewährungshelfer angehört.

Der Angeklagte hatte zum Prozess (ein Jahr nach dem Auszug) zwei der sechs unterschlagenen Gegenstände im Wagen seines Pflichtverteidigers mitgebracht. Dies und die positive Sozialprognose des Bewährungshelfers führten dazu, dass sich Staatsanwalt, Verteidiger und Richter darauf einigten, das Verfahren gegen eine Zahlung von 600€ an die Hospizhilfe und 300€ an den Geschädigten innerhalb eines halben Jahres einzustellen. Falls die Summe nicht innerhalb dieses Zeitraums bezahlt worden sei, würde das Verfahren aber wieder aufgenommen.

Anschließend an das Verfahren nahmen sich Richter und Staatsanwalt noch eine gute halbe Stunde Zeit, die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten und ihnen eine Warnung vor Betäubungsmitteln mit auf den Weg zu geben: Nicht jeder, der illegale (weiche) Drogen nimmt, landet vor dem Gericht, aber fast jeder, der vor dem Strafgericht steht, hat auch (illegale) Drogen konsumiert.

Nach der Rückkehr in den Unterricht in Bentheim war noch Zeit, das Erlebte zu reflektieren:

Man lernt, was man auf jeden Fall nicht machen soll.

Man konnte einen Blick darauf werfen, wie eine Gerichtsverhandlung abläuft.

Sehr interessant, wie im echten Leben (nicht TV) eine Gerichtsverhandlung ist.

Man konnte was fürs Leben lernen.

Spannend, aber die Geldauflage war zu hoch für den Angeklagten; denn es ging nur um ein kleines Vergehen.

Ich bin mir nicht sicher, ob uns der Besuch etwas gebracht hat.

Wenn der Angeklagte ins Gefängnis gekommen wäre, würde er noch mehr Probleme bekommen.

Die Geldauflage war zu hoch, da der Angeklagte sich jetzt noch mehr verschulden wird.

Eine sehr spannende Verhandlung mit einem angemessenen Ende.

So etwas habe ich vorher noch nie erlebt und fand das Ende zu harmlos für den Angeklagten.

Die Entschädigung an den Besitzer war zu hoch, da die unterschlagenen Gegenstände schon sehr alt waren.

Dass wir unsere Fragen an diese Experten stellen konnten, war sehr lehrreich.

Wir haben viel Neues gelernt.

Viele haben auch etwas über die Berufe Richter, Staatsanwalt und Rechtsanwalt gelernt.

Man sollte so etwas in jeder Klasse machen, damit jeder sieht, wie so ein Verfahren abläuft.

Obwohl der Wert der unterschlagenen Gegenstände so gering war und es eigentlich nicht zu einem Prozess hätte führen müssen, ist das Ende doch gerecht.

Ich fand es interessant, zu hören und zu verstehen, wie es geht.

Die Geldauflage fand ich viel zu hoch, da er – falls er die Wahrheit gesagt hat – nichts dafür konnte, dass die Sachen aus dem Haus mitgenommen wurden.

Es war gut, wie der Richter dem Angeklagten erklärt hat, wie es sonst enden könnte, wenn er die Auflage innerhalb des halben Jahres nicht bezahlt.

Eine Freiheitsstrafe wäre unverhältnismäßig gewesen.

Es war eine sinnvolle Exkursion, weil ich mir vorher nicht vorstellen konnte, wie so ein Verfahren abläuft. Außerdem fand ich es interessant zu erfahren, wie der Beruf eines Anwalts, Rechtsanwalts etc. aussieht.

Die Politiklehrerin wünscht sich, dass die Exkursion einen bleibenden Eindruck hinterlässt und ihre Schüler*innen nie in die Position des Angeklagten kommen. 

Text: ENG
Bild: ENG

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