Burg-Gymnasium
Bad Bentheim

Burg-Gymnasium wird „Europaschule in Niedersachsen“

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Nach jahrelangen Vorarbeiten und zwischenzeitlichen Würdigungen erhielt das Burg-Gymnasium nun die Insignien der „Europaschule in Niedersachsen“ durch Detlev Heinrich. Der Leitende Regierungsschuldirektor beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück (vorher bündig Landesschulbehörde) überreichte der Schulleiterin Johanna Schute dazu Urkunde, Plakette und Europa-Fahne. Er kam stellvertretend für Kultusminister Grant Hendrik Tonne, der pandemiebedingt nicht nach Bad Bentheim reiste.

Oberstudiendirektorin Johanna Schute eröffnete die schlichte Feierstunde am Nachmittag des 7. Dezember 2020, eingebettet in den Unterricht des Seminarfachs „European Studies“. Vor etwas mehr als einem Dutzend Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 erklärte sie, dass das Burg-Gymnasium seit dem 1. August Europaschule sei. Eine angemessene Feier habe seitdem nicht stattfinden können, die beiden geplanten Besuche von Kultusminister Tonne und Europaministerin Birgit Honé seien abgesagt worden.

Dann überbrachte Gunda Gülker-Alsmeier als Vertreterin des Schulträgers Grüße und Glückwünsche des abwesenden Landrates Uwe Fietzek. Anschließend gratulierte Dezernent Detlev Heinrich dem Burg-Gymnasium, er nannte ausdrücklich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und eine „europabegeisterte Schulleiterin“. Die Ziele der „Europaschule in Niedersachsen“ seien nach den Vorgaben die Vermittlung von Kenntnissen über Europa und seine Institutionen, Völkerverständigung und Mehrsprachigkeit.

Beträchtlicher Aufwand

Was Heinrich auflistete, klingt recht überschaubar, so als würde fast jede weiterführende Schule mit Leichtigkeit diese Ziele erreichen. Doch tatsächlich ist der Aufwand beträchtlich, den vor allem die Direktorin und ihre Europabeauftragte Daniela Braun, Englisch- und Sportlehrerin, auf sich nahmen. Der Antrag des Burg-Gymnasiums, als Europaschule anerkannt zu werden, umfasst knapp 30 Seiten, mitsamt Anlagen sind es über 150 Seiten. Und darin finden sich dann nicht bloß wolkig-feierlich formulierte Ziele und Ansprüche, sondern vielmehr Arbeitsberichte, die zeigen, was seit 2016 geleistet wurde – hier in knapper Zusammenschau: Europäische Projektwochen am Burg-Gymnasium, Fortbildungen für Lehrkräfte im Ausland, interne Schulungen zur Nutzung digitaler Werkzeuge und zum kooperativen Lernen über das Internet, so dass Schülerinnen und Schüler sich europaweit vernetzen und zusammenarbeiten können – was sie bereits taten und weiterhin tun. Die Qualitätssiegel „Erasmus+“ und „eTwinning“ würdigten diese Arbeiten bereits. Die analogen Schüleraustausche vor Ort und im Ausland gab es selbstredend auch, nach der Corona-Pandemie werden sie fortgesetzt. Mit außerschulischen Institutionen ist das Burg-Gymnasium verbunden, etwa der Euregio oder der Emsländischen Landschaft sowie lokalen Firmen. Teilgenommen haben Schülerinnen und Schüler bei europäischen Wettbewerben wie „Euroscola“ im Straßburger EU-Parlament oder bei Planspielen wie „Next Level: Europe“.

Nachdem Dezernent Heinrich Urkunde, Plakette und Europa-Fahne an die Schulleiterin übergeben hatte, wurde das Grußwort des Kultusministers als Video gezeigt. Grant Hendrik Tonne betonte darin, dass er gerne nach Bad Bentheim gekommen wäre, wie er das in diesem Schuljahr meist getan habe, wenn Schulen erstmals als „Europaschule“ zertifiziert worden seien. Er dankte dem Burg-Gymnasium für das Engagement zugunsten des europäischen Gedankens. Neben der wichtigen Sprachvermittlung hob er hervor, dass Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhielten, andere Kulturen und Lebensformen kennenzulernen, und so schätzten, welche immense Bereicherung Verschiedenheit darstelle – in einer Zeit, in der die Gesellschaft zu spalten versucht werde, in der Angst vor vermeintlich Fremden verbreitet werde. Europaschulen würden einen unverzichtbaren Beitrag zum größten Friedensprojekt der Geschichte leisten: zu Europa.

Präsentationen

Danach präsentierten Derian Buhr und Jonas Albers, die in diesem Schuljahr das Abitur absolvieren werden, ihr Seminarfach „European Politics“. Dabei geht es um die Frage, wie die EU und deren Mitgliedsländer mit der Coronakrise umgehen, welche Auswirkungen auf junge Erwachsene auszumachen sind und ob bzw. wie sich dadurch ihre Zukunftsperspektiven ändern. Die Partnerschulen liegen auf Korsika, in Polen, Belgien, Italien und Irland. Die Ergebnisse der internationalen Zusammenarbeit wollen die Schülerinnen und Schüler digital veröffentlichen.

Zum Schluss stellten Andrea Schiks, Vanessa Kolk und Jonas Gerdes aus der Jahrgangsstufe 12 ihr Projekt-Seminarfach vor, das mit Partnerschulen im belgischen Diest und im irischen Loughrea durchgeführt wird und Teil von Erasmus+ ist, das die Europäische Union fördert. Ziel ist es, ein internationales Journal zu erstellen, wozu Workshops zu kreativem Schreiben, Film, Fotografie, Redaktion und Layout gehören. Wegen Corona können diese Pläne nicht als Vor-Ort-Austausch stattfinden, sondern nur virtuell über das Internet. Gezeigt wurde den Gästen ein im Projekt entstandenes Video, in dem die Schülerinnen und Schüler die Stadt Bad Bentheim vorstellen – in englischer Sprache für ihre belgischen und irischen Partner. Höhepunkt des Videos war zweifellos der Blick auf Bentheim aus dem schwankenden Korb der Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr. Mit einem Gruppenfoto endete die pandemiebedingt unprätentiöse Feier nach einer knappen Stunde.

Text: HUM
Bild: HUM

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